Oman - der Zauber des Orients

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Der Oman - Zauber des Orients

Von Johannes Baumgart
 

Schroffe Landschaften, endlose Küsten und weiße Sandstrände. Der Oman ist der Newcomer unter den Reiseziele auf der arabischen Halbinsel. Während die Vereinten Arabischen Emirate längst vom Massentourismus, den riesigen Shoppingmalls und dem westlichen Lebensstil überrollt wurden hat sich der Oman ein Stück seiner Ursprünglichkeit bewahrt. Sultan Qabus, der das einst verschlossene Land seit 1970 regiert, hat den Oman nicht nur in die Moderne geführt sondern auch den Tourismus mächtig angekurbelt. Das ölreiche Land zählt zu einem der sichersten Reisezielen und empfängt seine Besucher mit offenen Armen. Wir haben das Sultanat Oman besucht und zeigen dir unsere Highlights.


In diesem Artikel findest du:

TOP-FACTS OMAN

  • Kontinent: Asien
  • Land: Oman
  • Währung: Rial
  • Einwohnerzahl: 4.600.000
  • Fläche: 309.501 Quadratkilometer
  • Zeitverschiebung: + 3 Stunden


Der Oman

Seit 50 Jahren regiert Sulatan Qabus den Oman. Über seinen Familienstand ist genauso wenig bekannt wie über etwaige Kinder oder Nachfolger. Doch die 4 Millionen Untertanen stören sich nicht daran. Sie verehren Ihren Sultan und vertrauen ihm, dass er seine Nachfolge genauso weise geregelt hat wie er in den fünf Dekaden das Land regiert hat. Seit Beginn seiner Regentschaft hat er es geschafft, aus dem verarmten Oman ein wohlhabendes Sultanat zu schaffen. Der Wohlstand der Omanis begründet sich vornehmlich auf den reichen Öl und Gasvorkommen des Landes. Doch in den letzten Jahren hat auch der Tourismus stetig an Bedeutung gewonnen. Wer jedoch ein Überangebot an Luxushotels, dutzende Tourenabieter und touristische Strukturen wie im Mittelmeerraum erwartet wird enttäuscht. Doch das ist gerade das Spannende am Oman, die Unvollkommenheit und das Gefühl, als Besucher tatsächlich willkommen zu sein, nicht wegen des Geldes, welches man in das Land bringt, sondern wegen des Interesses an Land, Leuten und Kultur.

Visum, Anreise und Wissenswertes

Für die Einreise in den Oman benötigen Besucher aus Deutschland ein Visum. Dieses kann entweder im Vorfeld der Reise bei der Royal Oman Police online beantragt werden oder im Notfall auch noch vor Ort am Flughafen Muscat bei der Ankunft. Um lange Wartezeiten zu umgehen empfiehlt es sich jedoch, das Visum bereits von zu Hause aus zu beantragen. Zudem soll das Visa on arrival am Flughafen Muscat auch in der Zukunft komplett abgeschafft werden. Man muss jedoch beachten, dass das Visum nach Beantragung innerhalb eines Monats genutzt werden muss. Das normale Touristenvisum kostet 5 Rial (ca. 11 Euro) und ist ab Einreise für 10 Tage gültig.  

Die meisten Besucher kommen am internationalen Flughafen von Muscat, rund 20 km nördlich des Stadtzentrums, an. Vom Flughafen geht es am besten mit einem der zahlreichen Airport Taxis in die Innenstadt. Die Fahrt kostet, je nach Ziel, rund 20 Rial (ca. 44 Euro). Eine Kartenzahlung ist nicht möglich, daher sollte man immer Bargeld zur Hand haben. Am Flughafen gibt es zahlreiche Geldautomaten, an denen man sich mit Bargeld ausstatten kann.

Vorsicht bei der Währung im Oman, die, nicht wie bei uns, aus 100 Untereinheiten sondern aus 1.000 besteht. So sind 1.000 Baisa ein Rial. Es gibt also auch 100, 200 und 500 Baisa Scheine.

Der Oman eignet sich perfekt für eine Rundreise mit dem eigenen Mietwagen. Die Straßen sind gut ausgebaut, es gibt an jeder Ecke eine Tankstelle und die Omanis sind in der Regel sehr vernünftige Autofahrer. Vorsicht jedoch mit der Geschwindigkeit. In den Städte und vor allem an den Autobahnen ist die Blitzer-Dichte extrem hoch. Man sollte sich somit stets an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halten, damit man nicht zur Kasse geben wird.

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Anreise entweder mit Oman Air...
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....oder mit Etihad über Abu Dhabi
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Gut ausgebaute Autobahn im Oman

Muscat - Die Hauptstadt des Oman

Muscat, die Hauptstadt des Omans, ist nicht nur das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes sondern auch die größte Stadt des Oman. Mehr als 1,7 Millionen Menschen wohnen in der Hauptstadt. Wer jetzt auf die Idee kommt, die bei uns beliebte Muskatnuss hat ihren Ursprung in Muscat, der sieht sich leider getäuscht. Frei übersetzt bedeutet der Name der Omanischen Hauptstadt nämlich "Platz zum Ankern", was auf die Lage Muscats an einer geschützten Bucht hindeutet - eben der perfekte Ort für Schiffe, um zu ankern. 

 

Wer jedoch eine malerische Altstadt mit engen Gassen und kleinen Plätzen erwartet, der wird leider enttäuscht. Muscat erstreckt sich auf einer Länge von mehr als 25 Kilometer. Ein richtiges Zentrum sucht man jedoch vergeblich. Dennoch gibt es einige Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt des Oman.

Die Sultan Qabus Moschee

2001 eingeweiht ist die Sultan Qabus Moschee in Westen Muskats schon von Weitem zu sehen. Die größte Moschee des Oman mit Platz für mehr als 20.000 Gläubige ist nicht nur ein imposantes Bauwerk sondern erlaubt auch Nicht-Muslimen den Besuch. Männer sollten jedoch eine lange Hose und zumindest ein T-Shirt, welches die Schultern bedeckt tragen. Für Frauen sind die Kleidervorschriften schon ein wenig strenger. Neben einem Kopftuch haben Frauen nur mit einer Abaya Zutritt, die auch die Schultern, Arme und Beine bedeckt. Vor Ort kann man auch zur Not sich die entsprechenden Kleidungsstücke gegen eine geringe Gebühr ausleihen. Doch die Mühe lohnt sich. Die Sultan Qabus Moschee ist auch von Innen eine Augenweide. Prunkvolle Kronleuchter, aufwändig gestaltete Fresken und strahlend weißer Marmor, dazu eine gepflegte Außenanlage. Hier kann man locker ein oder zwei Stunden verbringen und die Schönheit der Anlage genießen. Die Besuchszeiten sind von 8 Uhr bis 11 Uhr, Samstag bis Donnerstag. Kinder unter 10 Jahren haben leider keinen Zutritt.

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Die Sultan Qabus Moschee
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Prächtige Gebetshalle in der Moschee
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Außenalange der Moschee

Der Mutrah Souk

Ganz im Osten Muscats liegt der Mutrah Souk. Der historische Markt ist heutzutage Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Die engen Gassen mit ihren Verkaufsständen sind zum Glück komplett mit Brettern und Tüchern überdacht, sodass die hoch stehende Sonne, die gerade im Sommer erbarmungslos auf Muscat herabscheint, abgehalten wird. Der Markt ist aufgeteilt in den Gewürz-Souk und den Gold-Souk. Gerade der Teil, in dem Gewürze aus aller Welt angeboten werden, ist ein Fest für die Sinne. Sorgfältig aufgetürmter Paprika, feinster Safran aus dem Iran oder natürlich der Omanische Weihrauch. Am besten man folgt einfach seiner Nase und lässt sich durch den bunten Markt treiben. A pro pos Weihrauch. Der gehört zum Oman wie der Sultan und das Meer und man riecht ihn wirklich an jeder Ecke. Die Omanis nutzen das wohlriechende Harz der Weihrauchbäume auch zu Hause. Noch bevor sie sich etwas zu Frühstücken machen wird in der Wohnung schon der erste Weihrauch entzündet.

Am Ende der Gewürz-Souks schließt sich direkt der Gold-Souk an. Ein Geschäft reiht sich an das andere. Für den Europäischen Geschmack vielleicht ein Tick zu opulent sind die goldenen Ketten, Armreifen oder Ringe für die Einheimischen gerade ausdrucksvoll genug. Gerade für Hochzeiten decken sich die Omanis mit Unmengen Goldschmuck ein – und hier auf dem Moutra Gold-Souk werden sie auf jede Fall auch fündig.

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Eingang zum Mutrah Souk
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Geschäftiges Treiben auf dem Mutrah Souk
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Händler auf dem Mutrah Souk

Die Bucht von Mutrah mit ihrem Fischmarkt

Bereits vom Flugzeug aus ist die perfekt geformte Bucht von Mutrah aus zu sehen. In einem perfekten Halbkreis zieht sich die Bucht über drei Kilometer hinweg. Von der Uferpromenade aus hat man einen schönen Blick auf die Schiffe, die in dem kleinen Hafen der Bucht liegen und auf die beiden großen, sandfarbenen Luxusyachten, die mitten in der Bucht vor Anker liegen. Diese Schiffe gehören keinem Geringeren als dem Sultan persönlich. Die neuere der beiden ließ er bauen, als ihm seine damalige Yacht nicht mehr modern genug war. Oft nutzt er die Yachten jedoch nicht, sodass die beiden Schiffe die meiste Zeit des Jahres einsam vor Anker liegen. Auf der Westseite der Bucht findet man den Fisch- und Gemüsemarkt von Muscat. Hotels, Restaurants aber auch Privatpersonen decken sich hier mit den Leckereien von Land und Wasser ein. Die riesigen Thunfische sind mindestens genauso beeindruckend wie die kleinen Haie, die hier auch verkauft werden.

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Die Bucht von Mutrah
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Die beiden Yachten des Sultan
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Auf dem Fischmarkt von Mutrah

Der Sultanspalast und Alt-Muscat

Wie es sich für einen Sultan gehört hat auch Sultan Qabus einen prachtvollen Palast, und zwar direkt an einer keinen Bucht, die zu beiden Seiten von einer alten Festungen eingerahmt ist. Besuchen kann man den Sultanspalast von Muscat leider nicht, doch zumindest durch das eiserne Eingangstor kann man den ein oder anderen Blick auf die Palastanlage werfen.

 

Nur ein Steinwurf entfernt liegt das Verwaltungszentrum von Alt-Muscat. Wobei der Begriff Alt-Muscat ein wenig irreführend ist. In diesem Teil der Stadt findet man hauptsächlich Museen und Verwaltungseinrichtungen. So zum Beispiel das National Museum of Oman oder auch das Bait Al Zubair Museum (freier Eintritt). Eine klassische Altstadt sucht man auch hier vergeben.

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Der Sultanspalast in Muscat
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Einfahrt in die geschützte Bucht
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Das Al Zubair Museum in Muscat

Muscats Strände

Direkt vor der Haustüre Muscats liegt der Golf von Oman. Auch wenn der Oman ein islamisches Land ist kann man als Tourist problemlos Baden und die Sonne genießen – natürlich in Badehose bzw. Bikini. Der berühmteste Strand Muscats ist der Qurum Beach im Osten der Stadt. Über mehrere hundert Meter erstreckt sich der schöne Sandstrand, es gibt ausreichend Parkplätze an der Uferpromenade und die drei Cafés am Ufer laden zu einer kleinen Stärkung ein. Die Breite des Strandes variiert jedoch stark, da Ebbe und Flut den Meeresspiegel steigen und sinken lassen. Während man bei Ebbe fast 100 Meter laufen muss, ehe man das Wasser erreicht, ist bei Flut kaum mehr etwas vom Strand übrig. Adrenalin-Junkies haben hier auch die Möglichkeit, einen Jetzt Ski zu mieten oder sich mit einem Flyboard zu versuchen. 

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Kilometerlange Sandstrände...
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...interessante Felsformationen...
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...und tolle Buchten am Strand von Qurum

Shopping in Muscat

Wenn im Sommer die Temperaturen in Muscat gerne einmal dir 45 Grad erreichen ist an Outdoor-Aktivitäten nicht mehr zu denken. Gerade tagsüber suchen die Omanis dann die Kühle der Shopping-Malls. Die größte und berühmteste Mall ist die Muscat Grand Mall. Das riesige Einkaufszentrum nach westlichem Vorbild bietet alles was das Shopping-Herz höher schlagen lässt. Neben bekannten Marken findet man hier auch das ein oder andere exotische Geschäft. Seinen Hunger kann man entweder im Foodcourt oder in einem der Restaurants stillen.

Unterkunft in Muscat

Da es in Muscat eigentlich kein richtiges Stadtzentrum gibt spielt die Lage des Hotels eine eher untergeordnete Rolle – man muss ohnehin den Mietwagen oder ein Taxi nutzen. Empfehlenswert ist das Grand Millennium Muscat. Das luxuriöse Hotel liegt direkt neben der Muscat Grand Mall. Highlight ist der Tennisplatz und der spektakuläre Pool auf dem Hoteldach. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt bis hin zur Küste.

 

Nicht minder luxuriös, dafür dirket am Strand gelegen, ist das Crown Plaza Muscat. Neben der schönen Poolanlage, den leckeren Restaurants mit Meerblick und dem eigenen Fitnessstudio ist der Privatstrand ein absolutes Highlight. Hier kann man ungestört die Seele baumeln lassen und die Sonne auf einer der zahlreichen Liegen genießen. Eine perfekte Basis, um die Stadt zu erkunden, ohne auf den Strand verzichten zu müssen.

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Rooftop Pool im Grand Millennium Hotel
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Atemberaubende Aussicht vom Grand Millennium
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Der Hotelstrand des Crown Plaza Hotels

Nizwa – Die Oasenstadt

150 Kilometer östlich von Muscat liegt Nizwa. Man erreicht die Oasenstadt im Hadschar Gebirge in rund zwei Stunden entweder mit dem Mietwagen oder mit einer geführten Tour (Tagestour ab Muscat, ab 33 Rial). Schon die Fahrt durch die unwirkliche Landschaft, vorbei an schroffen Felsen und kleinen Dörfern, die sich an der Straße entlang schlängeln, ist ein Erlebnis. Unterwegs lohnt sich der ein oder andere Stopp, um Fotos zu machen oder einfach die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

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Oase inmitten der Wüste
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Gegenverkehr auf der Autobahn
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Einfahrt in die Stadt Nizwa

Nizwa, die einstige Hauptstadt des Oman entführt ihre Besucher in eine längst vergangene Zeit. Die schmalen Gassen und kleinen Märkte der Altstadt lassen das Herz der Besucher höher schlagen. An den Ständen werden Gewürze, Datteln, Weihrauch oder Karaffen angeboten. Die grünen Palmen spenden angenehmen Schatten und es gibt sogar Straßencafés, in denen man eine Tasse arabischen Kaffee trinken kann. Zwar wurde die Stadt und vor allem das historische Zentrum in den letzten Jahren aufwändig restauriert, von ihrem Charme hat Nizwa allerdings nichts verloren. 

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Eingang zur historischen Altstadt von Nizwa
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Nizwa - Oasenstadt inmitten der Wüste
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Markt in der Altstadt von Nizwa

Zentrum und Highlight Nizwas ist das alte Fort. Im Jahr 1650 erbaut wurde auch dies aufwändig restauriert. Für fünf Rial kann man Fort Nizwa besichtigen und bekommt einen Eindruck aus längst vergangenen Zeiten. Der Festungsturm ist mit seinen 40 Metern Höhe der höchste Turm des Oman. 24 eiserne Kanonen sorgten einst dafür, dass das Fort praktisch uneinnehmbar war. Nach einer aufwändigen Restaurierung kann man heute das gesamte Bauwerk auf eigene Faust besichtigen, darunter auch die Wohnanlagen, die teilweise noch aus dem 9. Jahrhundert nach Christus stammen. Im schattigen Innenhof kann man sich in einem kleinen Café erfrischen und stärken.

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Die Festungsanlage von Nizwa
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Eine der erhaltenen Kanonen der Festung
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Blick über das Fort Nizwa

Wadi Shab - Abkühlung mitten in der Wüste

Wadis, das sind Flussläufe, die sich in Jahrmillionen in die roten Felsen und Berge des Oman gegraben haben. Das wohl schönste und spektakulärste Wadi ist das Wadi Shab, rund zwei Autostunden südlich von Muscat. Vom Parkplatz aus muss man zunächst mit einem Boot auf die andere Seite des Flusses übersetzen. Die kurze Überfahrt kostet ein Rial, gezahlt wird dirket beim „Kapitän“. 

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Willkommen im Wadi Shab
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Eingang des Wadi Shab
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Tierischer Besucher des Wadi Shab

Auf der anderen Seite angekommen beginnt die Wanderung, den Flusslauf hinauf. Es empfiehlt sich, eine Badehose bzw. einen Bikini sowie Turnschuhe zu tragen. Flip Flops oder Badeschuhe sollten man genauso mitnehmen wie ausreichend Trinkwasser. Nach rund 45 Minuten Wanderung, über Stock und Stein entlang des kleinen Flusses, erreicht man das erste von drei Becken. Das kristallklare Wasser lädt zum Baden ein, von den Felsvorsprüngen kann man wunderbar ins kühle Nass springen und die Natur blüht am Wasserlauf richtig auf. Von hier an geht es nur noch schwimmend voran. Nachdem man ein weiteres Becken durchquert hat wartet einen Mutprobe. Durch einen engen Felsspalt geht es weiter flussaufwärts ins dritte Becken. Platzangst sollte man nicht haben, durch die enge Felsspalte passt der Kopf gerade so durch. Doch die Mühe lohnt sich. Das dritte und letzte Becken ist das spektakulärste. Der Fluss ergießt sich hier in einem Wasserfall in die Tiefe. Die steil aufragende Felswände ermöglichen auch hier ein Sprung aus über fünf Meter Höhe in das Becken und das einfallende Sonnenlicht, das sich durch die kleinen Felsspalten hindurch zwängt, zaubert ein magisches Licht und schafft eine einmalige Atmosphäre.

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Abkühlung in einem der Pools
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Der Wasserfall im dritten Pool
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Eine kühle Oase inmitten der Wüste

Um dieses Naturwunder ungestört zu genießen sollte man so früh wie möglich am Morgen die Tour starten. Gegen später häufen sich die Besucher, an manchen engen Stellen entstehen regelrechte Staus und die natürliche Schönheit des Wadis leidet darunter. Neben Flip Flops, Badekleidung und ausreichend Trinkwasser sollte man auf jeden Fall eine wasserdichte Kamera oder eine wasserdichte Hülle für das Smartphone einpacken, um die Eindrücke festhalten zu können.

 

Grundsätzlich kann man das Wadi Shab auf eigene Faust erkunden. Alternativ gibt es auch Tourenanbieter, die zum Beispiel ab Muscat Exkursionen zum Wadi Shab anbieten. Besonders empfehlenswert ist der Anbieter Wadi Shab Adventures. Nach der Abholung im Hotel mit einem Geländewagen geht es, zusammen mit einem lokalen Guide, in rund zwei Stunden zum Wadi Shab. Die private Tour kostet 110 Rial (egal ob ein, zwei oder drei Teilnehmer) und bietet ein Rundum-Sorglos-Paket inklusive Mittagessen und interessanten Gesprächen mit dem Tourguide.

Das Bimmah Sinkhole

Rund 100 Kilometer südlich von Muscat liegt das Bimmah Sinkhole. 500 Meter von der Meeresküste entfernt scheint es hier so, als ob die Erde einfach abgesackt wäre. Das Loch mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Tiefe von 20 Metern ist durch die Nähe zum Meer entstanden. Der Golf von Oman hat den oft weichen Sandstein unterspült. Es bildeten Sich mit Wasser gefüllten Höhlen. Durch den Einsturz des Gesteins, welches über der Höhle lag, bildete sich das Bimmah Sinkhole. Eine steile Treppe führt in das mit Meerwasser gefüllte Sinkhole hinab. Hier kann man nicht nur schwimmen sondern sich gleichzeitig auch einer Pediküre unterziehen. Möglich machen dies die kleinen Fische, dir hier zu Hause sind und, vorausgesetzt man hält die Füße ganz still, die abgestorbenen Hautzellen abknabbern. Quasi ein kostenloses Fish-Spa. Das Bimmah Sinkhole ist übrigens unterirdisch mit dem offenen Meer verbunden und es gibt sogar geführte Tauchgänge, bei denen man die unterirdische Stecke bis zum Ozean zurücklegen kann. 

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Über 40 Meter breit....
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...glasklares Wasser...
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...und ein kostenloses Spa

Der Oman – ein aufstrebendes Reiseziel

Der Oman ist faszinierend und unbekannt zugleich. Die schroffe und eigentlich karge Landschaft wird immer wieder durch Oasen oder Wadis belebt, die schier endlosen Sandstrände an Omans Küste laden zum Zelten und Baden ein und die Offenheit und Gastfreundschaft der Omanis ist regelrecht ansteckend. Der Oman will entdeckt werden und hält so manche Überraschung für seine Besucher bereit.

Alle Stationen in der Kartenübersicht

DIE WICHTIGSTEN LINKS:

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Trivago - Unterkünfte im Oman 

Royal Oman Police - Visum für den Oman

Sulatan Qabus Moschee - Prachtvolle Moschee

Bait al Zubair Museum - Museum in Muscat

Muscat Grand Mall - Shopping in Muscat

Grand Milleunium - Hotel in Muscat

Crown Plaza - Strandhotel in Muscat

Fort Nizwa - Historisches Fort

Wadi Shab Adventures - Tourenanbieter im Oman


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