London Calling - Der perfekte Kurztrip

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Zu Besuch in Britanniens Hauptstadt

Von Johannes Baumgart

 

Die Tower Bridge, Big Ben und Westminster Abbey. Denkt man an London, so hat man sofort die typischen Sehenswürdigkeiten im Kopf. Die Millionenstadt an der Themse bietet jedoch mehr als Postkartenmotive und bunte Souvenirs. Wir haben die Britische Hauptstadt erkundet, geben dir Reisetipps und zeigen dir, was du in London auf keinen Fall verpassen solltest.


In diesem Artikel findest du:


TOP-FACTS LONDON

  • Kontinent: Europa
  • Land: Großbritannien
  • Währung: Pfund
  • Einwohnerzahl: ‎8.500.000
  • Fläche: 1.572 Quadratkilometer
  • Zeitverschiebung: -1 Stunde


Anreise nach London

MIT DEM FLIEGER NACH lONDON

Am schnellsten kommt man mit dem Flieger nach London. Die Britische Hauptstadt hat gleich mehrere Flughäfen. Regelmäßige Flüge von Deutschland aus landen in Heathrow, Stansted und Gatwick. Auf den Websites der einzelnen Flughäfen findest du Informationen, wie du von dort am besten zu deiner Unterkunft kommst.

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Mit Easyjet von Stuttgart nach Gatwick
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Anflug auf die Britische Hauptstadt
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Auch Ryanair verbindet Deutschland mit London

London Underground

Einmal in London angekommen ist der beste Weg von A nach B zu kommen die U-Bahn. Die Tube, wie die Londoner ihren Underground liebevoll nennen, ist das perfekte Fortbewegungsmittel in der Metropole. An jeder Ecke findet man Haltestellen, das Streckennetz ist einfach zu verstehen und die Bahnen fahren im Minutentakt. Am einfachsten und günstigsten sind die U-Bahn Fahrten mit der Oyster Card. Die blaue Karte gibt es an den meisten Underground Bahnhöfen (nicht an den Automaten, nur an den Schaltern). Für einmalig fünf Pfund kann man einen beliebigen Betrag auf die Karte aufladen. Jetzt nur noch bei Beginn und Ende der Fahrt die Karte an den Drehkreuzen auflegen und die Fahrtkosten werden automatisch abgezogen. Mit der Oyster Card sind die einzelnen Fahrten nicht nur günstiger als mit dem alten Papierticket, man spart auch dadurch, dass an einem Tag maximal der Preis einer Tageskarte abgezogen wird. 

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Mit der Oyster Card durch London
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Typisch London - die Doppeldecker-Busse
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Die Waterloo-Station im Herzen Londons

Durch London auf zwei Rädern

Fahrradfreundlich ist nicht gerade das erste Adjektiv, das einem in den Sinn kommt, wenn man an London denkt. Doch in den letzten Jahren ist London geradezu zu einem Hotspot für Fahrradfahrer geworden. Überall in der Stadt hat man Fahrspuren, auf denen sich einst Autos und Busse durch die Innenstadt gequält haben, zu Radwegen umfunktioniert. Entlang der Themse beispielsweise gibt es einen eigenen „Cycle Superhighway“, auf dem man mit zwei Rädern deutlich schneller voran kommt als die gestressten Taxifahrer direkt nebenan. Zudem ist in Kooperation mit der Santander Bank ein System von Leihfahrrädern entstanden, sodass auch Besucher in den Genuss einer Radtour durch London kommen. Das System ist denkbar einfach. Überall in London sind mehr als 700 Fahrradstationen verteilt. Man benötigt nun nur noch eine Kreditkarte. Der Preis für die Leihräder setzt sich wie folgt zusammen:

  • Grundgebühr 2 Pfund je 24 Stunden
  • Die ersten 30 Minuten sind kostenlos
  • Jede weiteren 30 Minuten kosten 2 Pfund

Durch die Leihfahrräder ist man in London maximal flexibel und kann viele Strecken einfach mit dem Rad zurücklegen. Gerade bei schönem Wetter eine echte Alternative zu U-Bahn, Taxi, Uber und Co.. Mehr Infos findest du auf der Website von Santander Cycles.

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Eine von über 700 Leihfahrrad-Stationen
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Fahrrad ausleihen leicht gemacht
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Auf zwei Rädern durch London

Geführte Radtour durch London

Wer sich auf zwei Rädern im Verkehrsgewimmel und dem Linksverkehr Londons ein wenig unsicher fühlt, der kann auch eine geführte Tour durch die Britische Hauptstadt unternehmen. Die London Bicycle Tour Company bietet jeden Tag geführte Radtouren durch London an. Für diejenigen, die zum ersten Mal in London sind, ist die klassische Sightseeing Tour genau das richtige. Die Touren gibt es in verschiedenen Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch, und dauern rund drei Stunden. Über die Westminster Bridge, vorbei am House of Parlament mit Big Ben, Westminster Abbey und dem London Eye führt die Tour entlang des St. James's Park in Richtung Buckingham Palace. Zelda, die in London aufgewachsene Leiterin der Radtour, gibt einem während der Tour interessante Infos und erzählt die ein oder andere Anekdote aus der bewegten Geschichte Londons. Nächster Stopp der Radtour ist der Buckingham Palace. Hunderte Schaulustige scharen sich jeden Tag um 11 Uhr um den Amtssitz der Englischen Königin um den Wachwechsel zu beobachten.

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Die blauen Räder der London Bicycle Tour Company
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Vorbei am London Eye...
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... zum Buckingham Palace

Vorbei am Trafalgar Square hat man am Covent Garden die Möglichkeit auf eine kleine Stärkung. Einst ein Markt für Obst und Gemüse findet man heute in den viktorianischen Hallen Restaurants, Bars, Eisdielen und jede Menge kleiner Läden mit liebevoll dekorierten Fenstern. St. Pauls Cathedral steht genauso auf dem Programm wie die Millenium Bridge, die seit der Jahrtausendwende die Themse überspannt und vielen aus den Harry Potter Filmen bekannt ist. Abschluss der Tour ist ein Besuch in einem stillgelegten Tunnel im Stadtteil Lambeth, der heute Treffpunkt für Sprayer ist, die die Wände mit ihren Graffitis überzogen haben. Die dreistündige Tour vergeht wie im Flug und bietet einen tollen ersten Eindruck von London. Die Tickets für 26,95 Pfund pro Person bekommt man entweder direkt auf der Website der London Bicycle Tour Company oder auf Get Your Guide. 

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Der Covent Garden in London
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Der optimale Ort für eine Stärkung
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Die St. Pauls Cathedral im Herzen Londons

Notting Hill und die Portobello Road

Nicht zuletzt durch Hugh Grand aus dem gleichnamigen Film ist Notting Hill heute für Besucher Londons längst kein Geheimtipp mehr. Von der Haltestelle Notting Hill Gate erreicht man in wenigen Minuten die Portobello Road. Jeden Samstag zwischen 9 und 19 Uhr verwandelt sich die fast zwei Kilometer lange Straße in einen bunten Markt. Liebhaber von Antiquitäten wie Silberware, alten Karten oder auch historischen Büchern kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Atmosphäre ist entspannt, an jeder Ecke sorgen Straßenmusiker für die akustische Untermalung und spätestens am Ende der Portobello Road, wo der Acklam Village Street Food Market beginnt, erliegt man den verlockenden Gerüchen der unzähligen Essensstände, die Gerichte aus aller Welt anbieten. Die Portobello Road mit dem gleichnamigen Markt ist ein Muss für alle, die leckeres Essen und entspanntes Bummeln lieben.

 

Portobello Market – Jeden Samstag 9 – 16 Uhr, Haltestelle Notting Hill Gate

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Der Portobello Market in Notting Hill
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Street Food und Leckereien aus aller Welt
Portobello Road,
Lust auf frische Austern mit Champagner?

Camden Market

Im Nordwesten der Hauptstadt liegt der Stadtteil Camden Town. Einst ein ärmliches Arbeiterviertel hat sich Camden mittlerweile zum trendigen Szene-Stadtteil gemausert. Camden ist eine Mischung aus Venice Beach in Los Angeles und Height & Ashbury in San Francisco. Hier mischen sich Kunst und Kommerz, Hippies und Hipster, Aussteiger und Alternative. Camden ist bunt und schrill, der Geruch von Marihuana ist ein ständiger Begleiter und die Straßen sind voll interessanter Gestalten. Man möchte sich am liebsten einfach einen Stuhl schnappen und die Szenerie gemütlich beobachten. Doch dann würde man den berühmten Camden Market, der am Ende der Camden High Street beginnt, verpassen. Einst eine Industriebrache ist der Camden Market heute Anziehungspunkt für alle, die gerade beim Essen die Auswahl lieben. Street Food at it’s best – dafür steht der Camden Market. An unzähligen Buden werden Leckereien aus aller Welt angeboten. Von Thailändisch über Chinesisch, Mexikanisch, Spanisch bis hin zu venezuelanischen Köstlichkeiten – der Camden Market ist das Mekka für alle, die sich beim Essen nicht entscheiden können und am liebsten alles probieren möchten. Für einen Besuch sollte man mindestens einen halben Tag einplanen, denn neben den Leckereien beheimatet der Camden Market noch unzählige Geschäfte, die teils skurrile, teils abgedrehte aber in jedem Fall interessante Klamotten und andere Accessoires anbieten.

 

Camden Market – täglich ab 10 Uhr, Haltestelle Camden Town

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Camden Market im Norden Londons
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Essen, Trinken und Shoppen auf dem Camden Market
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Essen aus aller Welt an alten Kanälen

Entlang der Themse zur Tower Bridge

Entlang der Themse verläuft die Fahrrad-Autobahn. Optimal also, um mit einem Leihfahrrad die rund 5 Kilometer von der Westminster Bridge bis zur Tower Bridge per Fahrrad zurückzulegen. Die weltberühmte Brücke, die an dieser Stelle seit 1894 die Themse überquert, ist nicht nur aus der Ferne ein beliebtes Fotomotiv. Man kann die Tower Bridge auch besteigen und den spektakulären Blick von Hoch oben genießen. Direkt neben der Tower Bridge, auf dem Tower Hill, der keinen Anhöhe am Nordufer der Themse, liegt der Tower of London. Einst ein Gefängnis ist der Tower heute längst eines der Wahrzeichen Londons. Wer unter anderem den Kronjuwelen im Tower einen persönlichen Besuch abstatten will, der bucht am besten im Internet sein Ticket. So erspart man sich das lästige Anstehen in der Schlange.

 

Tower of London – 22,70 Pfund Eintritt – Haltestelle Tower Hill

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The Shard - modernes Wahrzeichen Londons
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Blick über die Themse in London
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Über 100 Jahre alt - die Tower Bridge

Essen und Trinken in London

London ist facettenreich und bunt. Menschen aus aller Herren Länder leben und arbeiten in der Britischen Hauptstadt. Genauso bunt und vielfältig ist auch das Angebot an Restaurants in London. Neben den Street Food Märkten in Camden und Notting Hill gibt es auch dutzende Restaurants und Cafés in der Stadt. Um allen einen Besuch abzustatten bräuchte man wohl Jahrzehnte. Eine gute Anlaufstelle ist die Kingly Street in der Nähe des Piccadilly Circus. Bei schönem Wetter findet man hier zahlreiche Restaurants, bei denen man wunderbar draußen sitzen und das bunte Treiben genießen kann. Nur wenige Blocks entfernt liegt die Heddon Street. Etwas versteckt ist die Heddon Street eine echte Empfehlung. Gordon Ramsey hat hier eines seiner Steakhäuser, im Piccolino gibt es leckere Italienische Spezialitäten und gegenüber im Aubaine warten französisch angehauchte Leckereien darauf, genüsslich verschlungen zu werden. Eines haben jedoch die meisten Restaurants in London gemeinsam: man sollte, gerade an den Wochenenden, auf jeden Fall reservieren. Wartezeiten von bis zu zwei Stunden sind ohne Reservierung keine Seltenheit. Also am besten auf der Website des Restaurants einen Tisch reservieren und die Wartezeit somit umgehen.

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Die Kingly Street in London
Heddon Street, London, Die Traumreiser
Das Piccolino in der Heddon Street
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Wagyu-Burger im Aubaine

London ist vielleicht eine der buntesten und schillerndsten Metropolen unserer Erde. Die unterschiedlichen Kulturen, die weltbekannten Sehenswürdigkeiten und die einzigartige Geschichte der Stadt machen London zu einer der aufregendsten Städte, die einen Vergleich mit New York oder Los Angeles keinesfalls scheuen muss. Die Stadt hat soviel zu bieten, dass man am besten eine ganze Woche oder länger in London verbringen sollte. All diejenigen, die bereits in London waren, kommen immer wieder in die Stadt an der Themse zurück, denn hier gibt es noch so viel zu entdecken und die Stadt erfindet sich immer wieder neu.

Alle Stationen aus diesem Artikel

DIE WICHTIGSTEN LINKS:

Momondo - Flüge nach London

Trivago - Hotels und Unterkünfte in London
London Tube - Website mit U-Bahn Plan Londons

Santander Bikes - Leihfahrräder in London

London Bicycle Tour Company - Geführte Radtouren 

London Eye - Riesenrad in London

Portobello Road - Straßenmarkt in Notting Hill

Camden Market - Markt & Streetfood


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