Mit 97.000 PS durch die Karibik

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Die MSC Divina im Hafen von Ocho Rios

Von Johannes Baumgart

 

Die MSC Divina ist ein Schiff der Superlative. Knapp 4.000 Passagiere, über 1.000 Besatzungsmitglieder und Motoren mit einer Leistung von fast 100.000 PS sind genauso gigantisch wie beeindruckend. Wir haben mit dem Ozeanriesen eine einwöchige Kreuzfahrt durch die Karibik gemacht und nehmen dich mit auf eine Reise mit einem der größten Schiffe der Welt. Hier sind unsere Erfahrungen und Reisetipps für die Karibik-Kreuzfahrt mit der MSC Divina.


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Die MSC Divina

Schiff der Superlative

Mit dem Taxi geht es vom Flughafen Miami direkt in den Fährhafen, wo das gigantische Schiff schon auf deine Passagiere wartet. Obwohl der Luxusliner mit knapp 4.000 Passagieren komplett ausgebucht ist läuft der Check In entspannt und schnell. In ein paar Minuten erhält man seine persönliche Bordkarte, die sowohl Schlüssel für die Kabine als auch Bezahlkarte an Bord ist. Das Gepäck gibt man im Hafen vor dem Betreten des Schiffs ab und es wird direkt vor der Kabine gebracht. Somit erspart man sich schon das umständliche Hantieren mit den schweren Koffern in den engen Gängen des Schiffs. Der erste Eindruck der MSC Divina ist überwältigend. Mit seinen 13 Decks und einer Länge von 333,33 Meter hat das Schiff schon von außen beeindruckende Maße. An Bord gibt es insgesamt fünf Restaurants, ein riesiges Pooldeck mit Liegestühlen, einer Poolbar sowie ein Indoor-Wasserpark, wo gerade die Kleinen Passagiere lautstark herumtollen und sage und schriebe 19 Bars und Lounges. Etwas ruhiger geht es am Heck des Schiffs zu. Hier ist der Bereich, der ausschließlich für Erwachsene reserviert ist.

TOP-FACTS MSC DIVINA

  • Flagge: Panama
  • Stapellauf: September 2011
  • Länge: 333 Meter
  • Breite: ‎38 Meter
  • Passagiere: 3.959
  • Besatzung: 1.325


Theater, Restaurants & Co.

Neben Liegemöglichkeiten gibt es einen tollen Pool sowie eine Bar, an der man von Cocktails über Longdrinks und kaltes Bier alles bekommt was das Urlauberherz begehrt. Doch auch die inneren Werte der MSC Divina sind nicht weniger spektakulär. Eines der Highlights des Schiffs ist sicherlich das Theater mit seinen 1.000 Sitzplätzen, in dem jeden Abend zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Aufführung stattfinden. Vom Theaterstück bis hin zum Musical ist alles dabei. Direkt neben dem Theater liegt das Casino. Hier kann man sein Glück an einem der einarmigen Banditen versuchen oder beim Roulette oder Black Jack richtiges Casino Feeling genießen. Und mit etwas Glück gewinnt man auch noch einen kleinen Zuschuss für seine Reisekasse. Auch kulinarisch ist auf der MSC Divina einiges geboten. Vor der Reise wählt man eine Tischzeit aus. Im Restaurant wird man dann einen Tisch zugeteilt und isst jeden Tag mit den gleichen Mitreisenden zu Abend. Alternativ kann man auch ins große Buffetrestaurant im hinteren Teil des Schiffs essen. Hier gibt es eigentlich den kompletten Tag leckeres Essen und der Übergang vom Frühstück über das Mittagessen hin zum Abendessen ist fließend. Hier gibt es keine feste Tischordnung und man sucht sich einfach einen freien Platz. Insgesamt geht es im Buffetrestaurant etwas lockerer zu, viele der Gäste essen in Shorts und T-Shirts, während im A La Carte Restaurant eine ordentliche Hose und ein Hemd angebracht ist.

Die Spezialitätenrestaurants der MSC Divina

Wer sich etwas Besonderes gönnen möchte, der kann gegen Aufpreis auch eines der Spezialitätenrestaurants an Bord besuchen. Hier empfiehlt es sich, schon zu Beginn seiner Kreuzfahrt einen Tisch für einen Abend (oder auch mehrere) zu reservieren. Zur Auswahl stehen das Eataly Steakhouse, Eataly Ristorante Italia und die Eataly Pizzeria. Etwas extravaganter geht es im Galaxy, einem mediterranen Fusion-Restaurant zu, zudem hier das Abendessen noch mit Musik begleitet wird. Aber sind wir mal ehrlich, nötig ist ein Abend im Spezialitätenrestaurant eigentlich nicht, den die Qualität, die Auswahl und auch der Service im "normalen" Restaurant lassen keinerlei Wünsche offen.

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Gigang der Weltmeere: DIE MSC Divina
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Die MSC Divina wurde 2011 fertiggestellt

Ocho Rios, Jamaika

Nach einem Seetag erreicht die MSC Divina Ocho Rios auf Jamaika. Das kleine Hafenstädtchen an der Nordküste der Insel war einst ein Fischerdorf, bevor die großen Kreuzfahrtschiffe hier Station machten. Auf die knapp 10.000 Einwohner des Ortes kommen jedes Jahr 400.000 Touristen, die hier vor Anker gehen und die Stadt mit den benachbarten Sehenswürdigkeiten erkunden. Wir haben uns bei der ersten Station unserer Kreuzfahrt für einen organisierten Landausflug entschieden. Insgesamt stehen den Kreuzfahrern 15 verschiedene Landausflüge in Ocho Rios zur Verfügung. So kann man beispielsweise einen Jamaikanischen Kochkurs besuchen, mit einem Katamaran die Küste erkunden oder Nine Mile, ein Bergdorf Jamaikas, in dem der legendäre Musiker Bob Marley geboren und beerdigt wurde, besuchen. Unsere Wahl fällt auf die Stadtrundfahrt in Ocho Rios und dem Besuch der Dunns River Falls. Die Bustour (sogar mit einer deutschsprachigen Jamaikanerin) durch den kleinen Ort ist schnell abgeschlossen und das eigentliche Highlight, die Wasserfälle von Dunns River, lässt unsere Herzen schnell höher schlagen.

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Ankunft im Hafen von Ocho Rios, Jamaika
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Historische Kirche im Zentrum von Ocho Rios

Umso größer ist die Enttäuschung, als wir auf dem riesigen Parkplatz der Wasserfälle ankommen. Wir sind anscheinend nicht die Einzigen, die an diesem Tag die Wasserfälle erklimmen wollen. Hier steht Bus an Bus und am Eingangsbereich herrscht ein dichtes Gedränge. Gut dass Blossom, so heißt unsere Reiseleiterin, im Getümmel den Überblick behält und allen Teilnehmern unserer Reisegruppe die notwendigen Armbändchen zum Eintritt besorgt. Doch auch jenseits des Eingangsbereich wird es alles andere als einsam. Die Dunns River Wasserfälle, die terassenartig vom den Bergen hinunter ins Meer verlaufen, sind vor lauter Menschen kaum zu sehen. Im Gänsemarsch folgt man einem einheimischen Führer die Wasserfälle hinauf. Immer wieder kommt die ohnhin schon langsame Karavane ins Stocken, da vor uns noch langsamere Gruppen unterwegs sind. So abenteuerlich sich die Besteigung eines Wasserfalls anhört, so groß ist die Enttäuschung, denn anstatt einem packenden Aktiverlebnis in der freien Natur heißt es warten und anstehen. Natürlich dürfen die offiziellen Fotografen der Dunns River Wasserfälle nicht fehlen, die während der kompletten Besteigung um einen herum schwirren und aus allen möglichen Perspektiven Fotos schießen, die man später als Andenken kaufen kann. Stichwort Souvenir: Nachdem die Wasserfälle gemeistert wurden geht es wieder zurück zum Bus. Doch hierbei führt der Ausgang durch ein künstliches Dorf, das ausschließlich aus Souvenirshops besteht und in dem man sich eine Bob-Markey Rastamütze oder ein Batik-T-Shirt kaufen kann. Schade, dass ein eigentlich so schöner Ort wie die Dunns River Wasserfälle zu einer reinen Touristenattraktion verkommen sind und von der natürlichen Schönheit wenig übrig ist. Nach den eher enttäuschenden Wasserfällen fährt uns unser Busfahrer noch zu einem Aussichtspunkt in den  bergen über Ocho Rios. Hier hat man eine wunderbare Aussicht über die komplette Stadt und den Hafen. Gerade von hier oben sieht man die Dimensionen unseres Schiffs, der MSC Divina, die majestätisch in der halbmondförmigen Bucht von Ocho Rios liegt.

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Straßenszene in Ocho Rios, Jamaika
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Die Dunns River Wasserfälle nähe Ocho Rios

Grand Cayman, Cayman Islands

Die Cayman Islands mit ihrer Hauptstadt George Town sind nicht nur eine Steueroase sondern auch für Menschen ohne große Vermögenswerte, die es vor dem Fiskus zu verstecken gilt, ein herrliches Fleckchen Erde. Da die Inselhauptstadt nicht über einen eigenen Hafen verfügt wird man mit kleinen Booten, die eigentlich die Rettungsboote der MSC Divina sind, an Land gebracht. Diese sogenannten tenderboote verkehren den ganzen tag vom Schiff, dass rund 100 Meter vor der Küste vor Anker liegt, und den Kaimauern von George Town. Wir haben uns dazu entschieden, keinen organisierten Landausflug zu buchen sondern die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Und was bietet sich auf einer Insel, die gerade mal 30 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 14 Kilometer breit ist besser an, als mit einem Motorroller auf eigene Faust loszuziehen. Direkt am Hafen von George Town findet man den Cayman Coffe Club. Neben leckerem Kaffee und tollem Gebäck gibt es hier auch Motorroller zur Miete. Für 50 US Dollar kann man den Roller drei Stunden nutzen, für gerade einmal zehn Dollar mehr sogar den ganzen Tag. Wichtig ist dabei, einen Führerschein und eine Kreditkarte griffbereit dabei zu haben, sonst hat man keine Chance, einen fahrbaren Untersatz zu leihen. Der große Vorteil mit einem Motorroller ist, dass man an Orte der Insel gelangt, die von den Kreuzfahrttouristen, die die Pauschalausflüge der Schiffe gebucht haben, verschont bleiben. Durch die Hauptstadt George Town führt uns die Straße in den Ostteil der Insel. Durch gepflegte Wohngebiete, die ein wenig an die noblem Gemeinden in Florida erinnern, ist die erste Station der Stopps Public Beach. Außer einer handvoll Einheimischer haben wir den Strand komplett für uns. Keine Spur der Touristenmassen, die sich noch in der Inselhauptstadt tummeln. Nur wir, der weiße Sandstrand und das kristallklare, einladende Wasser der Karibik. So stellt man sich das Paradies vor. Unter dem Schatten einer Palme lässt sich am Vormittag herrlich entspannen und abschalten.

Stopps Beach, Cayman Islands, MSC Divina
Der paradiesische Strand von Stopps Beach
Cayman Islands, Seven Mile Beach, Die Traumreiser
Friedhof der Flip Flops, Seven Mile Beach

Am Nachmittag geht die Fahrt weiter, zunächst nach George Town und dann weiter zum berühmten Seven Mile Beach an der Westseite der Insel. Der berühmte Strand ist längst nicht mehr so einsam wie unser Strand vom Vormittag. Gerade in der Nähe der Busparkplätze findet man viele Strandgäste mit den charakteristischen Handtüchern der Kreuzfahrtschiffe. Fährt man allerdings ein paar Kilometer weiter, so hat man auch hier den Strand komplett für sich alleine. An nördlichsten Ende des Strands befindet sich das Heritage Kitchen. Hier gibt es, direkt am Strand, leckeres, einheimisches Essen (viel frischer Fisch und Hühnchen) sowie kühle Drinks. Der perfekte Ort, um sich zu stärken und den Blick über das türkisblaue Wasser schweifen zu lassen. Leider ist unsere Zeit auf der paradisischen Insel begrenzt, sodass wir am Nachmittag uns zunächst schweren Herzens von unserem Motorroller als auch wenig später von den Cayman Islands verabschieden müssen. Nicht jedoch, ohne zuvor ein leckeres regionales Bier in der Cayman Cabana am Hafen getrunken zu haben. Hier kann man wunderbar das geschäftige Treiben an Land und auf dem Wasser beobachten und sich mit einem kühlen Bier herrlich zurücklehnen. Ein perfekter Ausklang eines Tages im Paradies. Vergleicht man unsere Erkundung der Insel auf eigene Faust mit einem der organisierten Landausflüge, so würden wir uns immer wieder für diese Variante entscheiden. Nur mit einem eigenen Motorroller hat man die Möglichkeit und auch die Flexibilität, den Touristenmassen aus dem Weg zu gehen und für sich selbst die ruhigsten und schönsten Orte der Insel zu erkunden. Zwar herrscht auf den Cayman Islands Linksverkehr, doch auch daran gewöhnt man sich schnell, zumal das Verkehrsaufkommen durchaus überschaubar ist.

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Ein kühles Caybrew in der Cayman Cabana
Cayman Islands, Seven Mile Beach, Die Traumreiser
Der Seven Mile Beach auf den Cayman Islands

Isla Pasión, Mexiko

Vorletzter Stopp auf der Kreuzfahrt durch die Karibik ist die Insel Cozumel. Vor der Halbinsel Yucatan gelegen gehört Cozumel zu Mexiko. Der Tourismus ist für die knapp 80.000 Einwohner der Insel die wichtigste Einnahmequelle. Gerade in der Hauptsaison legt täglich mindestens eines der großen Kreuzfahrtschiffe am Hafen von Cozumel an. Das Landausflugsprogramm der MSC Divina ist vielfältig. INFOS PROGRAMM
Wir haben uns für einen entspannten Strandtag auf der Isla Pasión, der Insel der Leidenschaft, entschieden. Doch die Überfahrt auf die kleine Insel (eigentlich ist es nur eine Halbinsel, da die Isla Pasión an einer kleinen Stelle mit Cozumel verbunden ist) ist alles andere als entspannt. Am Hafen von Cozumel wartet bereits ein Schnellboot auf uns, das uns nach Isla Pasión bringen soll. Bereits die Sicherheitsvorkehrungen und die Schultergurte lassen erahnen, dass die Fahrt ein wenig wilder wird. Das Schnellboot ist nämlich dafür bekannt, bei voller Fahrt 360-Grad-Drehungen zu fabrizieren. Untermalt mit lauter Musik legt der Kapitän eine Drehung nach der anderen hin und die meisten Gäste sind bereits völlig durchnässt. Gut, dass die Kameras und andere Wertsachen vor der Fahrt sicher im Rumpf des Boots verstaut wurden. Angekommen auf der Insel weicht das Adrenalin jedoch rasch der Entspannung. So (oder so ähnlich) stellt man sich das Paradies vor. Es gibt keine Autos, ja noch nicht einmal Straßen, auf Isla Pasión. Kleine Kiefernbüsche und Palmen säumen die sandigen Pfade. In der Mitte der kleinen Insel ist eine offene Kirche, die man auch für Hochzeiten mieten kann. Nur ein paar Schritte weiter beginnt schon das offene Restaurant. Am Buffet kann man sich selbst bedienen, es gibt typisch Mexikanische Gerichte (natürlich Tacos) und frischen Salat. Gegessen wird an einem der kleinen Tische.

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Der paradiesische Strand auf Isla Pásion
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Schwebendes Bett am menschenleeren Strand

 Am Strand finden sich wiederum zwei Bars, die sowohl Softdrinks als auch Bier und Cocktails servieren. Und das Beste ist, dass man nicht auf gewöhnlichen Barhockern sitzt sondern auf Schaukeln. Nachdem man sich gestärkt hat bietet die Isla Pasión auch etliche Möglichkeiten zur Entspannung. Am Strand stehen schwebende Betten zur Verfügung, genauso wie Liegestühle und Hängematten (sogar welche im Wasser). Bei unserem Besuch ist die Insel alles andere als überlaufen. Man bekommt locker eine eigene Liege oder Hängematte und auch an den Bars und im Restaurant gibt es keinerlei Schlangen. Diejenigen, denen der Sinn nach mehr Aktivität und Wassersport steht, können sich ein Kanu ausleihen und die Insel vom Wasser aus erkunden. Nach rund sechs Stunden im Paradies geht es mit dem Schnellboot genauso rasant wie man gekommen ist zurück zum Hafen von Cozumel. Der Ausflug auf die Isla Pasión kostet inklusive Bootsfahrt sowie Essen und Getränke (so viel man möchte) 65 € pro Person.

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Hängematten im Wasser auf Isla Pásion
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All Inclusive an der Strandbar

Nassau, Bahamas

Der letzte Stop der MSC Divina in der Karibik ist Nassau, die Hauptstadt der Bahamas. Die Inselgruppe umfasst mehr als 700 einzelne Inseln, von denen jedoch nur 30 überhaupt bewohnt sind. Nassau ist nicht nur die Hauptstadt der Bahamas sondern auch mit ihren 250.000 Einwohnern die größte Stadt des Inselstaats. Die MSC Divina ankert direkt im Hafen von Nassau. Nach Verlassen des Schiffs findet man sich inmitten des Zentrums der Hauptstadt mit ihren geschäftigen Gassen und Straßen wieder. Wir haben einen Schnorchelausflug mit einem Katamaran gebucht, doch leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Über Nacht ist ein Sturm aufgezogen und das Meer ist aufgewühlt und rau. Daher wird der geplante Ausflug abgesagt, da die Wetterbedingungen alles andere als optimal zum Shcnorcheln und Bootfahren sind. Anstelle uns einer anderen Tour anzuschließen entscheiden wir uns, die Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Zu Fuß kann man durch die Straßen und Geschäfte Nassaus schlendern. Wie auch bereits auf den anderen Inseln unserer Karibiktour gibt es auch auf den Bahamas viele Gold- und Schmuckhändler. Nach einem kleinen Stadtbummel entscheiden wir uns, ein wenig das mittlerweile wieder bessere Wetter zu genießen und lassen uns von einem Taxifahrer an einen der beliebtesten und schönsten Strände fahren.

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Hütten am Strand von Nassau
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Einer der Traumstrände auf den Bahamas

Über die spektakuläre Atlantis Bridge geht die Fahrt auf die vorgelagerte Paradise Island zum Cabbage Beach. Der schöne Sandstrand ist sowohl bei Einheimischen wie auch Besuchern gleichermaßen beliebt. Gerade die Kreuzfahrt-Touristen erkennt man schnell an den immergleichen Handtüchern, sodass man die Strandbesucher auch mühelos direkt einem der großen Schiffe im Hafen zuordnen kann. Die Wellen am Cabbage Beach sind wesentlich größer und kräftiger als bei den vorherigen Stationen, was vielleicht auch dem abklingenden Sturm zu verdanken ist. Wasserscheu sollte man also nicht sein, wenn man sich den Naturgewalten entgegenstellt und sich in die Fluten stürzt. Nach zwei Stunden am Strand entscheiden wir uns, die wohl bekannteste Attraktion der Bahamas, das berühmte Atlantis Hotel, das sich ebenfalls auf der Paradise Island befindet, genauer anzuschauen. Am Strand entlang schlendern wir bis zum berühmten Hotel. Das Atlantis hat mehr als 3.800 Zimmer und ist in einer gigantische Wasserlandschaft eingebettet. Eigentlich ist der Besuch für Nicht-Hotelgäste kostenpflichtig (eine Tageskarte kostet rund 35 Euro), wir haben jedoch Glück und können uns in einem unbeobachteten Moment ins Innere des Hotelkomplexes mogeln. Neben allerlei Wassersport (Kanus, Tretboote, Wasserrutschen etc.) kann man auch in einer der Bars entspannen oder durch einen Tunnel aus Glas die (künstlich geschaffene) Unterwasserwelt bestaunen. Hier kommt man den Kreaturen des Meeres bis auf wenige Zentimeter nah und man ist froh, dass eine Glasscheibe zwischen dem Hai und einem selbst ist. Das Atlantis verfügt zudem über ein riesiges Casino sowie einer eigenen Shoppingmall, wenngleich die Läden eher aus der Kategorie unerschwinglich sind. Besonders schön ist jedoch der hoteleigene Yachthafen. Hier kann man entlang der Luxusyachten spazieren gehen und sich vorstellen, wie es denn wäre, selbst mit solch einer Luxusyacht über die Weltmeere zu schippern. Doch genug der Träumerei, mit dem Taxi geht es nach einem spannenden Tag wieder zurück in den Hafen, wo die MSC Divina bereits darauf wartet, die letzte Etappe unserer Karibikkreuzfahrt anzutreten.

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Das Atlantis Hotel auf den Bahamas
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Der Yachthafen am Atlantis Hotel

Die Seetage an Bord der MSC Divina

Während unserer einwöchigen Karibikkreuzfahrt auf der MSC Divina hatten wir neben den vier Stopps in Jamaika, den Cayman Islands, Mexiko und den Bahamas auch zwei volle Seetage. Hier sitzt man buchstäblich auf dem Schiff fest. Was jedoch kein Grund für Langeweile ist, denn auch an den Seetagen ist auf der MSC Divina einiges geboten. So gibt es beispielsweise Lesungen in der schiffseigenen Bibliothek, Kochkurse in den Restaurants oder sonstige Animationen auf dem Pooldeck. Wem das alles zu viel ist der kann auch einfach an Deck entspannen, ein Buch lesen und die Seele baumeln lassen. Was man jedoch beachten muss sind die Winde, die gerade auf der Fahrt in Richtung Westen herrschen. Hierbei addieren sich der Fahrtwind und der Passatwind und man muss ich manchmal sogar an der Reling festhalten, um nicht weggeweht zu werden. Doch nicht nur der Wind ist manchaml ein Problem, sondern auch die mitunter etwas nervige Animation an Deck, bei der es schwer fällt, sich auf sein Buch zu konzentrieren oder einfach zu schlafen. Hat man genug vom Wind und dem Animationskrach an Bord ist eine Alternative der Spa Bereich im Inneren des Schiffs. Zwar kostet hier der Eintritt rund 20 Euro pro Tag, dafür kann man im Ruheraum wunderbar entspannen und auf die Weiten des Ozeans blicken.

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Sonnenuntergang von der MSC Divina
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Das Pooldeck der MSC Divina

Fazit unserer Reise auf der MSC Divina

Die eine Woche auf der MSC Divina ist wie im Flug vergangen. Insgesamt vier verschiedenen Stationen und Länder, dazu noch Shows, Casino und Restaurants an Bord lassen einem kaum Zeit zum Durchatmen und zum Verarbeiten des Erlebten. Für uns war es die erste Kreuzfahrt und ein Kontrast zu unserer eigentlichen Art des Reisens. Genau soviel Spaß wie das Reisen an sich macht es, die einzelnen Etappen im Vorfeld zu planen und die Reise vorzubereiten. All dies wird dir bei einer Kreuzfahrt abgenommen. Was ist nun unser Fazit nach einer Woche MSC Divina? Wir würden es definitiv wieder machen, jedoch mit ein paar kleineren Änderungen. Bei unserer Karibikkreuzfahrt haben wir uns für eine Innenkabine entscheiden. Die Kabine hatte aus unserer Sicht alle Annehmlichkeiten, was man bei einer Kreuzfahrt benötigt. Auch hatten wir nie das Gefühl der Enge oder des Eingesperrtseins. Einzig an den Seetagen hätten wir uns einen Balkon gewünscht, auf dem wir gemütlich frühstücken oder ein Buch lesen könnten. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, den Aufpreis zu bezahlen, da man tatsächlich einen Mehrwert hat.
Beim Thema Landausflüge ist unserer Erfahrung nach Weniger gleich Mehr. Das soll bedeuten, dass vom Schiff zwar bei jeder Station dutzende Landausflüge angeboten werden, man jedoch immer als teil einer Reisegruppe mit einem MSC Aufkleber un der Nummer der Tour auf dem T-Shirt unterwegs ist. Auch hier gilt es, Bequemlichkeit und Abenteuerlust gegeneinander abzuwägen. Entscheidet man sich für den klassischen Landausflug muss man in Kauf nehmen, dass man nicht nur mit den Teilnehmern seiner eigenen Gruppe sondern auch mit Gleichgesinnten anderer Kreuzfahrtschiffe über eine Sehenswürdigkeit herfallen. Individualität und Spontanität sind hier genauso wenig vorhanden wie die Möglichkeit, Land und Leute auf eine authentische Art und Weise kennen zu lernen. Unterm Strich waren die Erkundungen auf eigene Faust nicht nur entspannter sondern auch deutlich günstiger als die organisierten Touren, wobei uns natürlich auch bewusst ist, dass die Bedürfnisse hier unterschiedlich sind und viele Kreuzfahrer gerade die perfekte Organisation und Einfachheit der Landausflüge schätzen.

 

Übrigens: In unserem Artikel "Bist du ein Kreuzfahrt-Typ" haben wir alle positiven und negativen Seiten einer Kreuzfahrt für dich zusammen gestellt. Finde heraus, ob eine Kreuzfahrt für dich in Frage kommt.

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