Mallorca - Paradies vor der Haustüre

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Mallorca - Wunderschöne Orte und Buchten

Von Johannes Baumgart
 

Mallorca - Die Insel im Mittelmeer ist jedes Jahr Ziel von Millionen Deutschen, die hier die schönste Zeit ihres Jahres verbringen. Doch die spanische Insel mit ihren knapp 900.000 Einwohnern ist weit mehr als Ballermann, Junggesellenabschiede und Bettenburgen. Mit einem Mietwagen kann man auf eigene Faust die komplette Insel mit ihren wunderschönen Ortschaften und Buchten erkunden. Wir zeigen dir die schönsten Ecken der Insel und welche Orte du unbedingt besuchen musst.


In diesem Artikel findest du:


TOP-FACTS MALLORCA

  • Kontinent: Europa
  • Land: Spanien
  • Währung: Euro
  • Einwohnerzahl: ‎859.289
  • Fläche: 3.640 Quadratkilometer
  • Zeitverschiebung: +- 0 Stunden


Vor der Reise

Für die Einreise nach Mallorca reicht ein deutscher Personalausweis oder Reisepass. Einen Adapter für die Steckdosen ist nicht notwendig, in Spanien sind die selben Steckdosen wie in Deutschland im Einsatz. Mallorca ist ein ganzjähriges Reiseziel, doch am angenehmsten sind die Temperaturen mit ca. 25 Grad im Frühsommer (Mai/Juni) oder gegen Ende der Hauptsaison im Oktober. In den Wintermonaten (Dezember bis Februar) kann es auch auf der Mittelmeerinsel empfindlich kalt werden. Mallorca ist prädestiniert für eine Rundreise mit einem eigenen Mietwagen. Die gut ausgebauten Straßen bringen einen recht zügig von A nach B. Eine gute Übersicht über die Angebote verschiedener Mietwagenanbieter findest du auf der Website von Auto Europe. Es lohnt sich, die Preise (und die darin eingeschlossenen Leistungen) zu vergleichen, da man hier bares Geld sparen kann. Mit etwas Glück bekommt man schon einen ordentlichen Mietwagen für nur 10 Euro pro Tag.

Anreise nach Mallorca

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Im Anflug auf Mallorca

Der Flug von Deutschland nach Mallorca dauert nur anderthalb bis zwei Stunden. Von den meisten deutschen Flughäfen gibt es Direktflüge nach Palma de Mallorca, oft auch mehrere pro Tag. Die günstigsten Flüge gibt es bei Ryanair / Laudamotion, Vueling, EasyJet oder Eurowings

Der Flughafen von Palma de Mallorca liegt nur acht Kilometer östlich der Inselhauptstadt und ist, gemessen an den Passagierzahlen, der drittgrößte Flughafen Spaniens. Auch die Wege auf dem Flughafen sind recht lang, sodass man immer ein bisschen extra Zeit einplanen sollte.
Solltest du nicht mit einem eigenen Mietwagen unterwegs sein kannst du auch vom Flughafen direkt in den Bus steigen. Die Linie 1 fährt vom Flughafen in die Inselhauptstadt Palma, von wo aus du weitere Ziele auf der ganzen Insel mit dem Bus erreichen kannst. Die Linie 21 bringt alle Feierwütigen und Strandliebhaber direkt nach El Arenal und die Playa de Palma.

Sehenswürdigkeiten auf Mallorca

Serra Tramuntana, Mallorca, Balearen, Spanien
Straße durch die Serra Tramuntana

Mallorca ist so vielfältig und es gibt so viel zu entdecken, dass es schade wäre, man würde seine Zeit auf der Insel nur an einem einzigen Ort verbringen. Zu unterschiedlich ist die Landschaft, zu atemberaubend die kleinen Buchten und zu spektakulär die Aussicht auf die raue Küste im Norden. 

Mit seinen 3.600 Quadratkilometer ist Mallorca zwar die größte Insel der Balearen, dennoch kann man mit dem Auto schnell und einfach von A nach B kommen. Von der Inselhauptstadt Palma im Süden der Insel fährt man nämlich nur zirka eine Stunde nach Alcúdia im Norden, von Port d'Andratx im äußersten Südwesten nach Cala Ratjada im Nordosten sind es auch nur anderthalb Stunden. Die Straßen sind gut ausgebaut und außerhalb von Palma ist der Verkehr auch überschaubar.

Palma de Mallorca - Die Inselhauptstadt

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Die weltbekannte Kathedrale von Palma

Los geht die Inselrundfahrt in Palma, der Hauptstadt Mallorcas. Mit über 400.000 Einwohner ist Palma nicht nur die größte Stadt der Balearen sondern auch die achtgrößte Spaniens. Palma bietet alles, was eine spanische Großstadt haben muss. Hier reihen sich Restaurants und Bars aneinander, der Hafen von Palma lädt zum Spazierengehen ein und die Altstadt mit ihren vielen kleinen Geschäften und Boutiquen sprüht nur so vor Charme. Hier kann man sich einfach treiben lassen, ohne Ziel durch die Gassen schlendern und immer wieder Neues entdecken. Bekannteste Sehenswürdigkeit Palmas ist die weltbekannte Kathedrale der Stadt mit ihrer Wasserfontäne. Im 13. Jahrhundert unter maurischer Herrschaft eigentlich als Moschee geplant wurde das Gebäude im 14. Jahrhundert als christliches Gotteshaus weitergebaut. Die letzten Arbeiten wurden tatsächlich erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt. Heute kann man die Kathedrale auf eigene Faust besichtigen.

Auch am Abend pulsiert das Leben in Palma. Nachtschwärmer, die etwas gehobener und stilvoller als am Ballermann feiern wollen, nehmen die Stadt ein und viele der Restaurants verwandeln sich ab 23 Uhr in coole Clubs mit Musik und Cocktails. So auch beispielsweise das El Neo in einer unscheinbaren Seitenstraße in der Nähe des Hafens. In gehobener Atmosphäre gibt es hier ausgefallene aber leckere Tapas in einem Mix aus spanischer und internationaler Küche. Nach dem Essen (unbedingt vorher einen Tisch reservieren) versammelt man sich um die Bar im Erdgeschoss und genießt zusammen mit Einheimischen und Touristen einen leckeren Cocktail oder ein Glas des mallorquinischen Weins.

Ein beliebtes Viertel mit vielen Bars und Restaurants ist Santa Catalina im Westen von Palma. Hier hat man die Qual der Wahl und nach einem leckren Abendessen kann man wunderbar von Bar zu Bar ziehen und das Nachtleben der Inselhauptstadt genießen. 

Playa de Palma - Feiern bis der Arzt kommt

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Junggesellenabschied im Mega Park Mallorca

Vorbei am Flughafen geht es weiter in Richtung Osten der Insel. Nach nur wenigen Kilometer ist man an der berühmt berüchtigten Playa de Palma angekommen. Hier drängen sich die Bettenburgen den Pauschaltouristen auf nur wenigen Kilometern und Heerscharen an zumeist jüngeren Partytouristen verbringen den Tag verkatert am Strand, nur um gegen Nachmittag erneut die Bars und Open-Air Clubs von El Arenal zu stürmen und zu Klängen von Mia Julia oder Lorenz Büffel Sangria und Bier in rauen Mengen zu sich zu nehmen. Gerade im Frühsommer ist die Hochsaison der Junggesellenabschiede, sodass die Schinkenstraße von dutzenden manchmal lustigen aber meistens peinlichen Gruppen bevölkert wird. Schade, dass diese recht überschaubare Ecke Mallorcas den Ruf der Insel über Jahre maßgeblich geprägt hat und viele Mallorca auch heute noch auf Ballermann, Bettenburgen, Eimersaufen und Massentourismus reduzieren. Dass man an der Playa de Palma aber auch durchaus stilvoll feiern kann beweist der Puro Beach Club am westlichen Ende der Playa. Das noble Ambiente erinnert vielmehr als einen der stylischen Clubs auf Ibiza. Tagsüber kann man am großen Pool herrlich entspannen, Nachts verwandelt sich das Puro Beach in einen pulsierenden Club. 

Der Strand von Es Trenc - Die Karibik Europas

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Strand von Es Trenc

Nur 40 Kilometer östlich vom Ballermann findet man einen der schönsten Strände der Insel und vielleicht sogar Spaniens. Inmitten eines Naturschutzgebiets hinter Sanddünen erstreckt sich der Strand von Es Trenc über sechs Kilometer. Manche nennen den naturbelassenen Strand aufgrund des türkisfarbenen, flach abfallenden Wassers, an dem es so gut wie keine Gebäude gibt, auch die Karibik Europas. Der Strand ist über schmale Straßen gut mit dem Auto erreichbar, das Parken kostet 7 Euro. Auf der Rückfahrt lohnt es sich, bei der Saline Flor de Sal d'Es Trenc einen Halt einzulegen. Hier wird in dutzenden Becken durch Verdunstung von Meerwasser Salz gewonnen. Man hat die Möglichkeit, bei einer Führung mehr über die Salzgewinnung zu erfahren oder in einem kleinen Laden auch die fertigen Produkte zu kaufen. So gibt es das klassische Flor de Sal oder auch Salze mit Oliven oder Chili. Im kleinen Bistro auf dem Gelände kann man sich ebenso mit leckerem Pan amb Oli und und einem kühlen Bier stärken, ehe man seine Fahrt in Richtung Osten fortsetzt.

Cala Santinyi

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Die Bucht von Cala Santinyi

Eine halbe Stunde später erreicht man Cala Santinyi, eine malerische Bucht an der Ostseite Mallorcas. In der Hochsaison findet man am kleinen Strand der Bucht zwar nur schwer einen Platz für sein Handtuch, dennoch lohnt sich ein Abstecher zum Schwimmen allemal. Zu einladend ist das kristallklare Wasser der Bucht und für eine kurze Abkühlung gibt es kaum einen besseren Ort auf der Insel. Vorbei an Cala D'Or und den Drachenhöhlen geht es weiter in Richtung Norden der Insel nach Port d'Alcúdia. Berühmt für seinen Yachthafen kann man hier in aller Ruhe etwas essen, gemütlich in den kleinen Gassen einen Kaffee trinken und sich entspannen, ehe man sich auf den Weg nach Alcúdia macht. Die Stadt mit ihren knapp 20.000 Einwohner ist für ihre Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert berühmt, die unter Denkmalschutz steht und teilweise sogar begehbar ist.

Alcúdia

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Spanischer Schinken in bester Qualität

Hinter der historischen Stadtmauer verbirgt sich die Altstadt von Alcúdia. Die engen Gassen mit ihren liebevoll restaurierten und dekorierten Gebäuden sind ein absolutes Highlight. Kleine Geschäfte, Bars und Restaurants laden zum Bummeln und Schlemmen ein. Ein besonderer Tipp ist ein Besuch in der Jamoneria Capricho auf dem Placeta de les Verdures, direkt neben dem Rathaus von Alcúdia. Hier kommen Liebhaber des spanischen Schinkens voll auf ihre Kosten. Nett angerichtet genießt man hier eine Portion Jamon Iberico, zusammen mit einem schönen Glas Wein, eingelegten Oliven und leckerem Brot. Ein perfekter Ort, um Menschen zu beobachten und das mallorquinische Leben zu genießen.

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Marktfrau in Alcúdia

Im östlichen Teil der Altstadt von Alcúdia, rund um die Puerta de Alcúdia, findet jeden Dienstag und Sonntag ein Markt statt. Hier bekommt man alles, was das Herz begeht. Von frischgepresstem Orangensaft über Brot, Wurstspezialitäten, Obst und Gemüse bis hin zu Kleidung und Haushaltsartikel bieten die Händler ihre Produkte an. Hier kann man zusammen mit Touristen und Einheimischen umher schlendern und das bunte Treiben beobachten.

Vorbei an der Bucht von Pollença geht die Fahrt weiter zum nördlichsten Punkt der Insel, dem Cap Formentor. Eine bergige und kurvige Straße bringt einen zum Leuchtturm von Cap Formentor. Unterwegs hat man schon einige Gelegenheiten, bei verschiedenen Aussichtspunkten Halt zu machen und die spektakuläre Landschaft zu genießen. 384 Meter ragt der höchste Punkt der schmalen Landzunge, die von Wasser und Wind ihre bizarre Form erhalten hat, über den Meeresspiegel.

Pollenca und das Tramuntanagebirge

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Blick über Pollença

Nächster Halt unserer Rundreise durch Mallorca ist Pollença, eine kleine Ortschaft rund sieben Kilometer von der Küste entfernt. Wahrzeichen und Hauptattraktion des Städtchens ist der Kalvarienberg mit der Kirche Eglésia del Calvari auf seiner Spitze. Vom Ortszentrum hat man die Möglichkeit, über die Carrer del Calvari, eine Treppe mit 365 Stufen, den Berg zu besteigen und die herrliche Aussicht zu genießen. Wer es gerne bequemer hat kann auch mit dem Auto bis auf die Spitze fahren.
Unsere nächste Etappe führt uns durch die Serra de Tramuntana, den gebirgigen Teil der Insel. Fast der komplette Westen und Nordwesten Mallorcas ist durch das Gebirge gezeichnet. Bislang noch vom Massentourismus verschont ist die bergige Region ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Die Straßen, die durch das bis zu 1445 Meter (Puig Major) hohe Gebirge führen, sind zwar gut ausgebaut, dennoch verlangt es einiges an Konzentration, um die engen Kurven und teils steilen Serpentinen zu meistern. Vorbei an den beiden Stauseen Cúber und Gorg Blau führt die Straße durch eine raue, felsige Landschaft nach Sóller.

Sóller und Port de Sóller

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Historische Straßenbahn in Sóller

Mit seinen 13.000 Einwohnern ist Sóller einer der größten Orte im Tramuntanagebirge. Rund um die Pfarrkirche Sant Bartomeu im historischen Ortskern befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants. Bekannt ist das Städtchen vor allem für seine historische Straßenbahn, die Sóller mit der zirka vier Kilometer entfernten Schwestergemeinde Port de Sóller verbindet. Für 7 Euro kann man die holprige Strecke in der bereits 1913 eingeweihten elektrischen Straßenbahn zurücklegen. Angekommen im Küstenort Port de Sóller erwartet einen der malerische Hafen mit seinen Luxusyachten und Fischerbooten. Entlang der Uferpromenade reihen sich die Restaurants und Eisdielen aneinander und die in die umliegenden Hügel gebauten Häuser und Villen verleihen dem kleinen Ort einen ganz besonderen Charme. Gerade am Abend in der Dämmerung, wenn die Lichter der Häuser sich in der Bucht von Port de Sóller spiegeln, ist die Atmosphäre hier geradezu magisch.

Valldemossa

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Blick über Valldemossa

25 Kilometer südlich liegt Valldemossa, ein kleines Bergdorf inmitten der Serra de Tramuntana. Berühmtheit erlangte die 2000-Seelen-Gemeinde durch den Komponisten Frédéric Chopin, der den Winter 1938 in Valldemossa verbrachte. Noch heute ist das Erbe Chopins in Valldemossa anzutreffen. So kann man beispielsweise das Haus besichtigen, in dem der Komponist zusammen mit der Schriftstellerin George Sand gelebt hat. Doch auch abseits der Kultur hat Valldemossa einiges zu bieten. Ein Bummel durch das malerische Städtchen, eingebettet in die felsige Landschaft Mallorcas, die Aussicht auf die spektakuläre Natur und ein leckerer Kaffee auf dem Rathausplatz komplettieren das perfekte Urlaubserlebnis.

Port d'Andratx

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Spektakuläre Küstenlinie im Westen Mallorcas

Valldemossa ist gleichzeitig auch Ausgangspunkt einer der spektakulärsten und schönsten Küstenstraßen Mallorcas. Vorbei an Banyalbufar, bekannt für seinen Terrassen zum Meer hinunter, führt die Straße hoch über der Steilküste in Richtung Süden. Ein wenig erinnert die Landschaft und die darin eingebettete Straße an den Highway 1, die berühmte Küstenstraße in Kalifornien. Hier ist sprichwörtlich der Weg das Ziel und man sollte sich genug Zeit nehmen, um eine kurze Pause an einer der zahlreichen Aussichtspunkte zu machen und die Landschaft zu genießen. Durch die kleine Gemeinde Estellencs schlängelt sich die Straße hinunter gen Süden bis nach Port d'Andratx an der Südküste Mallorcas. Port d'Andratx ist ein nobler und exklusiver Ferienort mit einem riesigen Yachthafen. Auch ist Port d'Andratx Ausgangspunkt für Boots- und Tauchausflüge. Da hier noch aktiv Fischerei betrieben wird ist der Hafen, umrandet von hohen Bergen, zentraler Treffpunkt im Ort. An der Promenade drängen sich Restaurants dicht an dicht und gerade in den Abendstunden zum Sonnenuntergang ist Port d'Andratx vielleicht der romantischste Ort auf der Insel.

Essen und Trinken auf Mallorca

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Pa amb Oli mit Schinken

Mallorca hat seine ganz eigene Küche, die auch in Zeiten der Globalisierung und des Massentourismus noch auf der Insel zu finden ist. Insgesamt sind die typisch mallorquinischen Gerichte fast schon ein wenig deftig, wie zum Beispiel Spanferkel, gegrilltes Lamm oder auch Kaninchen. Die Fleischgerichte werden oft mit einheimischen Gemüse serviert und sind vor allem in den ländlichen Regionen, die vom Tourismus noch nicht überrollt wurden, ein fester Bestandteil der Küche. Natürlich ist Mallorca auch ein Paradies für Fischliebhaber. Gerade in den kleinen Küstenstädten, in denen tatsächlich noch Fischer frühmorgens in See stechen, kann man am Abend fangfrischen Fisch genießen. Eine typische Spezialität ist das Pa amb Oli. Hierfür wird das salzlose mallorquinische Brot auf einer Seite angeröstet und dann mit Tomaten und Knoblauch bestrichen. Dazu gibt es einen Schuss Olivenöl sowie je nach Wunsch Schinken, Käse oder eingelegtes Gemüse. Eine Spezialität, die man an der Ecke findet und hervorragend als Vorspeise schmeckt.

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Verschiedene Tapas auf Mallorca

Auch findet man auf Mallorca eine Vielzahl an Restaurants, in denen man Tapas essen kann. Ursprünglich stammen diese kleinen Gerichte vom spanischen Festland, doch sie sind längst auch ein Bestandteil der Inselküche und gerade bei Touristen sehr beliebt. Ob Scampis in Olivenöl, Albondigas (Hackbällchen in Tomatensauce), gebratene Chorizo, Jamon Iberico oder eingelegte Oliven. Die Tapas auf Mallorca sind so vielfältig wie im Rest Spaniens und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Gerade wenn man in einer Gruppe unterwegs ist bestellt man in der Regel eine ganze Palette an Tapas, die man dann mit seinen Freunden teilt.

Wie auch auf dem Festland essen die Mallorquiner auch relativ spät. So ist es keine Seltenheit, dass das Abendessen erst um 21 Uhr beginnt und nicht vor Mitternacht endet. Nach dem Essen wird oft noch ein Hierbas, der mallorquinische Kräuterlikör, getrunken. Auf der Basis von Anisschnaps wird das Getränkt mit verschiedenen Kräutern angereichert. Früher in den Dörfern noch selbst angesetzt kann man die Spezialität heute im Supermarkt kaufen.

Unterkunft auf Mallorca

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Blick über die Cala Fornells

In der Hauptsaison, also speziell in den Sommerferien, sind die Hotels und Ferienwohnungen auf Mallorca mittlerweile relativ teuer. Die angespannte Sicherheitslage in Urlaubsgebieten wie der Türkei, Ägypten und anderen Ländern in Nordafrika verhilft Mallorca zu einem regelrechten Boom. So werden Jahr für Jahr neue Besucherrekorde aufgestellt und die Infrastruktur der Insel stößt langsam an ihre Grenzen. So mussten 2016 beispielsweise aufgrund einer anhaltenden Wasserknappheit, natürlich von den Millionen Touristen mitverursacht, öffentliche Duschen an den Stränden abgestellt werden und die Hotels und Pensionen wurden aufgefordert, ihren Beitrag zum Wassersparen zu leisten.
Auf Mallorca gibt es Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel. Vom 2-Sterne-Bunker in der Schinkenstraße bis hin zur Luxus-Finca in den Bergen der Insel ist alles dabei. Eine gute Übersicht über die Hotels der Insel findest du auf Trivago. Über 200 Fincas zur Miete vermittelt die Seite Fincas Mallorca. Auch auf FeWo Direkt findet man eine Vielzahl an Ferienwohnungen und Fincas. Manchmal lohnt es sich auch, die Inhaber bzw. Anbieter von Ferienwohnungen direkt anzuschreiben, um so die Vermittlungsgebühr zu sparen.

Land und Leute

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Sonnenuntergang in Port d'Andratx

Mallorca ist nicht umsonst das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Mehr als 5,5 Millionen Deutsche fliegen jedes Jahr auf die spanische Ferieninsel. Mallorca ist so vielfältig wie sonst kaum eine andere Insel im Mittelmeer. Nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt findet man Traumstrände, einsame Buchten und wilde Bergketten. Egal ob Aktivurlauber, die mit dem Mountainbike in der Serra de Tramuntana unterwegs sind, Familien, die mit ihren Kindern das kühle Nass in einer der malerischen Buchten genießen oder Feierwütige, die an der Playa de Palma die Nacht zum Tag machen - Mallorca hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Dass die Deutschen die meisten Touristen auf Mallorca stellen hat sicherlich Spuren auf der Insel hinterlassen. So findet man viele Speisekarten auf Deutsch, manche Kellner oder Hoteliers sprechen Deutsch und auch der sonnenbrandgeplagte Nebensitzer im Tapasrestaurant ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Landsmann.

Dennoch bezaubert einen die Schönheit Mallorcas, die Geschäftigkeit in der Inselhauptstadt, die traumhaften Buchten, die wilden Berge und das leckere Essen immer wieder aufs Neue. Mallorca ist und bleibt eben ein Paradies vor unserer Haustüre.

Alle Stationen aus diesem Artikel findest du auf dieser Karte.

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