Die schönsten Strände Sardiniens

Sardinien - Einsame Buchten und Traumstrände

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Traumafte Buchten und Strände auf Sardinien

Von Johannes Baumgart

 

Sardinien wird oft als die "Karibik Europas" bezeichnet - und das völlig zurecht. Die vielen malerischen Buchten und endlosen weißen Sandstrände mit ihrem kristallklaren Wasser, das in allen möglichen Türkis- und Blautönen schimmert, machen die italienische Mittelmeerinsel zur perfekten Urlaubskulisse. Und das alles nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt! Wir haben die Ostküste Sardiniens erkundet und geben dir die besten Tipps zum Baden, zeigen dir die schönsten und einsamsten Strände der Insel und sagen dir, wo du am besten übernachtest und wo es das leckerste Essen auf der Insel gibt.


In diesem Artikel findest du:


TOP-FACTS SARDINIEN

  • Kontinent: Europa
  • Land: Italien
  • Währung: Euro
  • Einwohnerzahl: ‎1.660.000
  • Fläche: 24.000 Quadratkilometer
  • Zeitverschiebung: +- 0 Stunden


Einsame Buchten und malerische Sandstrände

Die schönsten Strände Sardiniens

Nirgendwo sonst im Mittelmeerraum findet man solch wunderschöne Strände mit kristallklarem Wasser, das unter der Sonne in all seinen Türkis- und Blautönen schimmert und geradezu zum Baden einlädt, wie auf Sardinien. Dutzende Strände gibt es auf Sardinien, von kilometerlangen Sandstränden mit Parkplätzen und Strandrestaurants bis hin zu kleinen und einsamen Buchten, die man oft nur per Boot oder zu Fuß über unwegsame Pfade erreicht. Nach der Ankunft auf Sardinien sollte man sich zuallererst eine Strandkarte besorgen. In den kleinen Supermärkten oder im Strandkiosk gibt es die Faltkarten für rund fünf Euro. Hier sind alle Strände der Insel mit Foto und Anfahrtsbeschreibung aufgeführt. Auch sollte man unbedingt einen Sonnenschirm von zu Hause mitbringen oder sich einen kaufen (rund 15 Euro für die Standardvariante bei einem der fliegenden Händler am Strand). Da einige der Strände überhaupt nicht oder nur schlecht ausgeschildert sind, haben wir immer die Namen der Strände auf der Landkarte verlinkt.

Cala Girgolu

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Die Cala Girgolu auf Sardinien

Etwa 30 Autominuten südlich von Olbia liegt die Cala Girgolu. Über eine staubige Piste erreicht man den Parkplatz, von wo es noch ein paar Minuten Fußweg bis zur Cala Girgolu sind. Zwar ist der Sand hier nicht ganz so fein wie an anderen Stränden, dafür entschädigt das herrliche Wasser und die schöne Lage der Bucht dafür. Gerade an den Wochenenden ist der Strand jedoch bei den Einheimischen sehr beliebt, sodass es ein wenig voll werden kann. Nicht nur bei der Cala Girgolu sondern generell bei den Ständen auf Sardinien lohnt es sich, ein paar Meter zu laufen um an den Rand der Strände zu gelangen. Die Italiener scheinen, zumindest was die Laufbereitschaft an den Stränden angeht, eher etwas fauler unterwegs zu sein, was dazu führt, dass die Strände in Parkplatznähe oft voll sind, wohingegen es nach fünf Minuten Fußweg oft menschenleer ist.

Cala Finanza

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Bootstour ab Cala Finanza

Die Bucht Cala Finanza mit dem sonderbar klingenden Namen ist Ausgangspunkt für Bootsausflüge. Hier kann man sich auch ohne einen Bootsführerschein Motorboote (bis zu vier PS Leistung, was jedoch völlig ausreichend ist) mieten. Ein kleineres Boot mit Platz für bis zu vier Personen kostet für einen halben Tag rund 130 Euro (plus Sprit). Das Navigieren ist recht einfach und nach ein paar Metern hat man das Gefährt im Griff.
Von Cala Finanza aus hat man mit dem Boot die Möglichkeit, die beiden vorgelagerten Inseln Isola Tavolara und Isola Molara zu erreichen. Hier findet man traumhafte Strände, die oft menschenleer sind. Fährt man in Richtung Norden der Küste entlang kommt man zu schönen Buchten, in denen man den Anker werfen und die Ruhe und das kristallklare Wasser genießen kann. Gerade wenn man die Ruhe und Abgeschiedenheit von einsamen Stränden und Buchten sucht, ist man mit einem eigenen Motorboot gut beraten.

Spiaggia La Cinta

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Glasklares Wasser und feiner Sand

Der Spiaggia La Cinta liegt rund 30 Kilometer südlich von Olbia. Türkisblaues Wasser, weißer Sand und sanfte Wellen ziehen einen geradezu magisch an. Doch Vorsicht, in der Hauptsaison und am Wochenende ist der Strand sehr voll, was auch daran liegt, dass man direkt neben dem Strand auf einem großen Parkplatz parken kann. Ein Besuch hier ist daher eher in der Nebensaison empfehlenswert. Hier ist deutlich weniger los, die Händler sind nicht ganz so aufdringlich und man hat den Strand zwar nicht komplett für sich alleine, jedoch geht es doch etwas geruhsamer zu als in den Sommermonaten.

Spiaggia Sa Pedra Ruia

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Über die Sanddüne zum Spiaggia Sa Pedra Ruia

Sanddünen, flach abfallendes türkisblaues Wasser und ein kleiner Pinienwald. So präsentiert sich der Spiaggia Sa Pedra Ruia bei Siniscola. Aufgrund der Länge der Strandes und den wenigen Parkplätzen verteilen sich die Besucher gut, sodass es hier selten richtig voll wird. Einheimische verbringen hier oft den kompletten Tag, bringen ihre Campingausrüstung mit und picknicken im Schatten der Pinien.

Cala Cea

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Der Strand der Cala Cea

15 Minuten südlich von Arbatax liegt mit der Cala Cea einer der schönsten Strände der Ostküste. Eine schmale Lehmpiste führt direkt auf einen kleinen Parkplatz (vier Euro am Tag), von wo aus man den über 1,2 Kilometer langen Strand schnell zu Fuß erreicht. Der feine Sand entlang der halbmondförmigen Bucht, das flach abfallenden und kristallklare Wasser sowie die vorgelagerten Felsen verleihen der Bucht einen paradiesischen Flair. Hier kann man gut und gerne einen kompletten Tag verbringen. Direkt am Strand befindet sich mit dem Ristorante & Pizzeria Baia Cea ein kleines Restaurant (Pizza nur am Abend), wo man auf der Terrasse bei herrlichem Meerblick einen kleinen Salat oder ein kühles Bier genießen kann. Wer es gerne sportlich mag, der kann auch ein Tretboot mieten (15 Euro pro Stunde) und damit zu den vorgelagerten Felsen fahren. Mutige Jugendliche besteigen die roten, hoch über das Meer hinausragenden Felsen und stürzen sich hinab in die Tiefe. Schon beim Zuschauen schießt einem das Adrenalin durch die Adern.

Spiaggia di Su Sirboni

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Spiaggia di Su Sirboni

Ein echter Geheimtipp ist der Spiaggia di Su Sirboni. Hier gibt es keinen Parkplatz und man muss gut zu Fuß sein, um die abgelegene Bucht auf halber Strecke zwischen Arbatax und Port Tramatzu zu erreichen. Man parkt am besten an der Straße und bahnt sich dann seinen Weg über Felsen und durch Gestrüpp hin zur Bucht. Aufgrund der Abgeschiedenheit und des beschwerlichen Fußwegs ist es hier in der Regel fast menschenleer. Wie auch an den anderen Buchten ist das Wasser kristallklar und einladend. Wer längere Zeit hier verbringen möchte (und das lohnt sich definitiv) sollte jedoch etwas zu Essen und Trinken mitbringen, da es keine Möglichkeit gibt, sich am Strand etwas zu kaufen.

Cala Sinzia

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Strand der Cala Sinizia

Ganz im Süden der Ostküste bei Villasimius liegt die  Cala Sinzia an der Costa Rei. Jeder, der Wert auf ein wenig Action legt, ist hier goldrichtig. Neben Paddel- und Tretbooten kann man hier auch Stand-Up Paddelboards ausleihen und damit die Bucht erkunden. Drei Restaurants direkt am Strand laden zum einem Mittagessen oder einem Drink ein und für alle, die Liegestühle und Sonnenschirme brauchen, gibt es hier einen Verleih. Sicherlich nicht der ruhigste Strand der Insel, aber dafür mit hervorragender Infrastruktur und mit vielen Wassersportmöglichkeiten.

Die schönsten Orte an Sardiniens Ostküste

Porto San Paolo

Im Norden Sardiniens, nur ein paar Minuten Fahrt von Olbia entfernt, liegt Porto San Paolo. Das kleine Fischerdorf ist der ideale Ausgangspunkt für die Strände im Norden der Insel. Als Unterkunft empfiehlt sich hier das Residence Hotel San Paolo. Zwar nicht direkt am Strand bzw. Hafen gelegen entschädigt das Hotel jedoch mit seinen modernen Zimmern und vor allem mit dem Rooftop-Swimmingpool, in dem man das Gefühl hat, über den Dächern des Küstenorts zu schwimmen. 

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Der Hafen von Porto San Paolo
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Blick über Porto San Paolo

Zum Abendessen hat man die Qual der Wahl. Etwas chicer dafür auch ein wenig teurer isst man im Il Portolano direkt am Hafen. Gerade in der Dämmerung ein romantisches Restaurant. Die Einheimischen findet man jedoch eher im Ristorante & Pizzeria La Conchiglia an der Hauptstraße. Hervorragende Meeresfrüchte und leckere Pastagerichte sowie eine breite Auswahl an verschiedenen Pizzen warten hier auf die Besucher. Und das Ganze zu sehr vernünftigen Preisen. Kein Wunder muss man hier entweder rechtzeitig reservieren oder bis zu einer Stunde warten, um einen Tisch zu bekommen.

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Residence Hotel Porto San Paolo
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Rooftop Pool mit Aussicht

Porto Cervo

Rund 30 Autominuten nördlich von Olbia, direkt an der Costa Smeralda, liegt Porto Cervo. Der kleine Küstenort ist Synonym für den Jetset und den Luxus Sardiniens und gleichzeitig Treffpunkt der schönen und Reichen. Im Hafen übertrumpfen sich die unzähligen Yachten gegenseitig, die Fußgängerzone des Ortes ist ein Sammelsurium an Luxusmarken und die Menschen in Porto Cervo findet man sonst nur in Düsseldorf auf der Königsallee oder an der französischen Cote D'Azure. Man zeigt eben was man hat und wer möchte schon beim örtlichen Rolls-Royce-Händler einlaufen, ohne dass man seine Rolex am Handgelenk auch tatsächlich als eine solche erkennt. 

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Der Yachthafen von Porto Cervo
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Blick auf Porto Cervo

Die jüngeren Damen in Porto Cervo sind meist top gestylt und hoffen, sich mit ihrem Outfit und ihrem Äußeren einen Millionär, der mit seiner Yacht Halt in Porto Cervo macht, zu angeln. Man sollte sich das Schauspiel, das jeden Abend aufs Neue in Porto Cervo stattfindet, auf jeden Fall einmal anschauen und wenn man zufällig selbst zu den Schönen und Reichen gehört, Teil davon werden. Für alle anderen, die nicht mit der Yacht, sondern mit einem simplen Mietwagen nach Porto Cervo kommen, bietet es sich an, das Abendessen etwas außerhalb des Küstenorts zu genießen. Anders als in Porto Cervo findet man hier Restaurants wie beispielsweise die Trattoria Da Patrizia, rund drei Kilometer außerhalb des Küstenorts, wo man klassisch bodenständige Küche zu vernünftigen Preise ohne den Schickimicki-Aufschlag bekommt.

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Sonnenuntergang in Porto Cervo
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Die Trattoria Da Patrizia

Arbatax

Schaut man die Lage von Arbatax auf der Karte an, so könnte es nicht malerischer sein. Auf einer kleinen Landzunge gelegen, vom Mittelmeer umschlossen, liegt Arbatax ungefähr in der Mitte Sardiniens. Jedoch täuscht die malerische Lage nicht über das Industriedaseins des Ortes mit seinen 5.000 Einwohnern hinweg. Das Stadtbild ist geprägt von Industrieanlagen im Hafen der Stadt, wo heute noch Bohrinseln hergestellt werden. Entsprechend rustikal ist auch das Flair des Ortes. Einen Yachthafen mit kleinen Cafés und Restaurants sucht man hier vergebens. 

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Blick über Arbatax
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Pool des Arbatasar Hotels

Dennoch ist Arbatax Ausgangspunkt für schöne Exkursionen zu den Stränden im Süden (zum Beispiels Cala Cea) oder für Exkursionen mit dem Boot. Als Hotel bietet sich das Arbatasar an. Das altehrwürdige Hotel hat einen schönen Garten mit Pool und das integrierte Restaurant zählt zu einem der besten im Ort. Nur einen Steinwurf vom Hotel Arbatasar entfernt liegt die Osteria Bepi Da Guia. Am Abend sicherlich einer der schönsten Orte in Arbatax mit hervorragendem Essen.

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Abendessen im Arbatasar Hotel
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Tagliata in der Osteria Bepi Da Guia

Villasimius

An der Südostspitze Sardiniens gelegen ist Villasimius der Inbegriff eines italienischen Urlaubsstädtchens. Jeden Abend wird die Hauptstraße für den Autoverkehr gesperrt und die Via Umberto I verwandelt sich in einen Open-Air Markt, auf dem man Schmuck, Klamotten und sonstige Mitbringsel kaufen kann. Zudem sorgen viele Straßenkünstler sowie ein DJ für ordentlich Unterhaltung. Entlang der Via Umberto I gibt es zudem dutzende Restaurants, Bars und Eisdielen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Besonders lecker ist die Pizza in der Pizzeria Aquarius.

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Blick vom Hotel Domu Simius in Richtung Küste
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Leckere Pizza in der Pizzeria Aquarius

Etwas eleganter geht es im Restaurant La Galleria zu. Von außen recht unscheinbar und nicht gerade einladend entdeckt man die innen liegende Dachterrasse erst beim Betreten des Restaurants. Als Unterkunft ist das Domu Simius Hotel zu empfehlen. Von hier ist die Via Augusto nur ein Steinwurf entfernt und das 2017 eröffnete Hotel überzeugt durch seinen schlichten aber sehr modernen Stil. Rund um Villasimius finden sich zahlreiche Strände, etwas nördlich beginnt die Costa Rei und die Inselhauptstadt Cagliari ist auch nur 45 Minuten entfernt.

Cagliari

Die Inselhauptstadt Cagliari mit ihren insgesamt 155.000 Einwohnern liegt an der Südküste Sardiniens. Auf zehn Hügeln erbaut ist Cagliari nicht nur wirtschaftliches Zentrum Sardiniens sondern mit seinem Hafen und Flughafen auch das Verkehrsdrehkreuz der Insel. Vom Hafen erhebt sich die Altstadt die Hügel empor. Einen schönen Blick hinunter hat man von der Bastione di Saint Remy im Stadtviertel Quartiere Castello. Nur ein paar Schritte weiter erreicht man die Cattedrale di Cagliari. Eigentliches Zentrum Cagliaris ist jedoch der Piazza Jenne, an dem zahlreiche Restaurants und Cafés angrenzen und bei Einheimischen wie Besuchern beliebt ist. 

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Blick über Cagliari
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Sightseeing auf Italienisch

Cagliari ist keine klassische Schönheit. Die Gassen und Straßen der Altstadt sind nicht so malerisch wie auf anderen Inseln des Mittelmeers und die industrielle Geschichte der Stadt hat ihre tiefen Spuren hinterlassen. Cagliari hat eher einen morbiden Charme. Die teilweise verwitterten Häuser, die engen Gassen und die dem Verfall überlassenen Gebäude haben jedoch ihren ganz eigenen Reiz. Wer also nicht das klassisch Schöne sondern das verwegen Rustikale sucht, ist in Cagliari genau richtig. Sardiniens Hauptstadt ist also durchaus einen Tagesbesuch wert, mehr Zeit sollte man hier jedoch nicht einplanen, gibt es doch viele andere Orte und vor allem Strände auf der Insel, die deutlich schöner sind.

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Bastione di Saint Remy
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Das Zentrum von Cagliari

Pizza, Pasta & Co.

Essen und Trinken auf Sardinien

Die Küche Sardiniens verbindet das Beste zweier Welten. Die klassisch italienische Küche trifft hier auf die Leichtigkeit der Mittelmeerküche mit vorwiegend frischem Fisch und Meeresfrüchten. Gerade in den Küstenorten steht Frisches aus dem Meer täglich auf dem Speiseplan. Ein typisches sardisches Mahl beginnt jedoch immer mit dem typischen hauchdünnen und knusprigem Brot der Insel. Früher wurde das Pane Carasau noch in den Backhäusern der Dörfer selbst gebacken, heute bekommt man es auch in den Supermärkten. Als Vorspeise hat man die Wahl zwischen Antipasti Mare und Antipasti Terra. Wählt man die Meeresvariante, so kann man sich unter anderem zwischen Tintenfisch, Muscheln oder Scampi entscheiden. Eine Spezialität der Insel ist die sardische Antipastiplatte mit frischem Schinken, luftgetrockneter Salami und dünn aufgeschnittenem Pancetta, einer Art Speck. Dazu ein Schuss Olivenöl und die Vorspeise ist perfekt. Bei den Hauptgerichten hat man tatsächlich die Qual der Wahl. Es gibt Fisch und Meeresfrüchte in allen Variationen, vom Grill, mit Pasta oder einfach nur als Salat. Auch Fleischliebhaber kommen auf ihre Kosten. Gegrilltes Rinderfilet oder Tagliata (schon in Streifen geschnittenes Rindersteak) mit Rucola und Meersalz findet man genauso auf der Speisekarte der Restaurants wie verschiedene Pizzen. Doch Vorsicht, nur wenn auch Pizzeria dransteht, gibt es auch Pizza.

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Sardische Antipastiplatte
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Spaghetti al Pomodoro

Die Italiener unterscheiden generell zwischen Ristorante (Fisch, Fleisch, Pasta, Salate), Ristorante & Pizzeria (hier gibt es zusätzlich noch Pizza), Pizzeria (hier gibt es oft ausschließlich Pizza sowie ein paar kleine Vorspeisen und Salate) und Tratttoria (oft kleine, rustikale Restaurants mit einer übersichtlichen Speisekarte). Bei vielen Restaurants und Pizzerien wird der Pizzaofen jedoch erst am Abend angeworfen, sodass Pizzaliebhaber sich mittags mit Nudeln oder einem Salat begnügen müssen. Grundsätzlich sollte man, gerade in der Hauptsaison, immer einen Tisch im Restaurant reservieren, da man sonst länger warten muss oder einen der ungeliebten Tische zwischen Küche und Toilette zugewiesen bekommt. Wie auch in anderen südeuropäischen Ländern wird auch auf Sardinien relativ spät gegessen (zwischen 21 und 22 Uhr ist am meisten Betrieb). Bei der Rechnung nicht wundern, man bezahlt immer Coperto, ein Servicezuschlag zwischen zwei und drei Euro pro Person. Dafür gibt man in Italien weniger Trinkgeld als beispielsweise in Deutschland, oft lässt man sich passend herausgeben und lässt lediglich ein paar Münzen zurück. Zu einem leckeren Essen gehört natürlich auch ein passender Wein. Auf Sardinien wird hauptsächlich Cannonau (rot) und Vermentino (weiß) angebaut. In den Restaurants bekommt man die Flasche schon für meist unter 20 Euro. Auch das sardische Bier, das Ichnusa, findet man in jedem Restaurant und Supermarkt.

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Leckere Fischvariationen
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Tiramisu, das klassische Dessert

Die beste Reisezeit für Sardinien

Vor der Reise nach Sardinien

Keine Zeitverschiebung, kein lästiges Geldwechseln und sogar der Stecker deines Ladegeräts passt (fast) immer. Dazu kommen paradiesische Strände, atemberaubende Buchten und leckeres Essen. Die beste Reisezeit für die italienische Mittelmeerinsel ist in der Regel zwischen Juni und September, wobei die Strände in der Hauptsaison auch überlaufen sein können. Viele Italiener verbringen einen Teil ihrer dreimonatigen Sommerferien (Mitte Juni bis Mitte September) auf der Insel, weshalb es ratsam ist, auf Anfang oder Ende der Saison auszuweichen. Dann ist die Insel nicht so überlaufen und man findet noch die einsamen Strände und menschenleeren Buchten. Auch nach der Hauptsaison im Oktober ist Sardinien durchaus eine Reise wert. Das Meer ist durch den langen Sommer noch angenehm warm und die Masse der Touristen hat die Insel längst wieder verlassen. Für Sardinien braucht man, wie auch für den Rest Italiens, keine besonderen Impfungen.

Anreise mit dem Flieger und Mietwagen auf der Insel

Anreise nach Sardinien

Die Mittelmeerinsel verfügt über drei internationale Flughäfen. Die meisten Besucher kommen entweder in Olbia (Direktflüge ab Stuttgart, Frankfurt/Main, Köln, Berlin, Nürnberg, München, Düsseldorf und Hamburg) oder Cagliari (Direktflüge ab Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und vielen weiteren deutschen Flughäfen) an. Die Flüge kosten, je nach Saison, ab 120 Euro für den Hin- und Rückflug. Der dritte internationale Flughafen Alghero liegt im Nordwesten der Insel und wird hauptsächlich von der Billigfluggesellschaft Ryanair (ab Frankfurt/Hahn) angeflogen. Die beste Übersicht aller Flüge nach Sardinien findest du auf Momondo.

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Nach Sardinien geht es beispielsweise mit Eurowings
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Schon aus der Luft sehenswert: Die Buchten Sardiniens

 Der öffentliche Nahverkehr auf Sardinien ist nur rudimentär ausgebaut, sodass man eigentlich dazu gezwungen ist, ein Auto zu mieten. Ein Mietwagen kostet rund 200 Euro pro Woche. Alle namhaften Mietwagenfirmen sind auf Sardinien vertreten. Die besten Angebote findest du unter Billiger Mietwagen. Man sollte die Entfernungen auf Sardinien nicht unterschätzen. Anders als beispielsweise auf Mallorca braucht man hier rund vier Stunden, um vom Süden der Insel in den Norden zu gelangen. Auch die Küstenstraßen bieten zwar einen malerischen Ausblick, jedoch kommt man hier meist nur langsam voran, da die Straßen sehr kurvig sind und man immer wieder abbremsen muss, um nicht Opfer der Klippen zu werden. Das Parken an den Hotels ist meist kostenlos, an einigen Stränden kostet der Parkplatz zwischen zwei und fünf Euro pro Tag. Bei der Übergabe des Mietwagens sollte man zusammen mit einem Mitarbeiter des Verleihers genau Kratzer und Dellen dokumentieren, da man sonst bei der Rückgabe zur Kasse gebeten wird. Auch wenn es vielleicht spießig ist – lieber ein wenig penibler und genauer sein als später für Schäden des Vormieters zur Rechenschaft gezogen zu werden.

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Das perfekte Mietauto für Sardinien: Der Fiat 500
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Mit dem Mietwagen geht es über die Insel

So findet man sich auf Sardinien zurecht

Land und Leute

Sardinien ist ein Paradies für alle Strandurlauber. Die kleinen Buchten und endlosen Strände sind der Inbegriff von Urlaub und Erholung. Auch die Menschen auf Sardinien haben sich komplett dem Tourismus verschrieben. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft überwältigt die Besucher schon vom ersten Moment an. Nichts ist mehr übrig von schlechtem Essen, miesem Service und überteuerten Preisen für ausländische Touristen – ein Klischee, mit dem gerade Italien als Tourismusdestination lange zu kämpfen hatte. Vielmehr ist Italien im Allgemeinen und Sardinien im Speziellen heute eine Vorzeigeinsel, die viel für ihre Besucher tut. Auch mit wenigen Italienischkenntnissen kommt man überall gut zurecht, die Kellner, Rezeptionisten und Strandverkäufer sprechen alle passables Englisch und zur Not helfen Gesten und ein Lächeln, um die Situation zu klären. Sardinien ist vielleicht heute mehr denn je eines der schönsten Nahreiseziele und muss den Vergleich mit anderen Mittelmeerinseln wie zum Beispiel das immer noch deutlich beliebtere Mallorca keinesfalls scheuen. Zwar sind die Ortschaften und Städte nicht ganz so malerisch wie auf der Lieblingsinsel der Deutschen, jedoch kann Sardinien vor allem mit den tollen Stränden, dem kristallklaren Wasser und dem leckeren Essen punkten.

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Feiner Sand uns blauer Himme: Das ist Sardinien
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Einsame Strände und Buchten auf Sardinien

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