Von Surfern und Koalas - Australiens Ostküste

Ostküste, Australien, Kurrimine Beach
Die Ostküste Australiens

Von Johannes Baumgart

 

Australiens Ostküste ist das Urlaubsparadies schlechthin. Zwischen Cairns und Sydney erstreckt sich die Pazifikküste über 2.500 Kilometer. Wilde Landschaften, breite Strände und kleine Buchten - das alles kann man am besten mit einem eigenen Mietwagen oder sogar mit einem Camper erkunden. Wir zeigen dir die Highlights der australischen Ostküste und geben dir Reisetipps für Australien und deinen ganz persönlichen Roadtrip.


In diesem Artikel findest du:


TOP-FACTS AUSTRALIEN

  • Kontinent: Australien
  • Land: Australien
  • Währung: Australischer Dollar AUD
  • Einwohnerzahl: 24.000.000
  • Fläche: 7.692 Mio Quadratkilometer
  • Zeitverschiebung: + 8 Stunden (Ostküste)


Roadtrip in Australien

Tipps zu den besten Flügen nach Australien, was du vor der Reise beachten solltest und welche Dokumente du zur Einreise nach Down Under benötigst erfährst du in unseren Artikeln über Sydney oder Melbourne.

Der beste Ausgangspunkt für einen Roadtrip entlang der Ostküste Australiens ist entweder Cairns im Norden oder Sydney im Süden. Fährt man die komplette Strecke mit dem Auto oder dem Camper, so muss man für die über 2.600 Kilometer etwas mehr als 30 Stunden reine Fahrzeit einplanen. Gerade, wenn man unterwegs die Sehenswürdigkeiten, die herrliche Landschaft und die Strände genießen will sollte man mindestens drei Wochen für die Tour einplanen. Für alle, die weniger Zeit haben, lohnt es sich, Teilstücke mit dem Flugzeug zurück zu legen und sich nur die absoluten Highlights herauszupicken. So gibt es beispielsweise in Mackay, Hervey Bay und Brisbane Flughäfen, von wo aus man einen Teil der Strecke fliegen und somit Zeit einsparen kann. Die Inlandsflüge in Australien sind relativ günstig und mit den Billigfliegern Jetstar, Virgin Australia oder Tiger Air ist man in der Regel gut bedient. Solltest du Gepäck zum Aufgeben dabei haben ist es am besten, bereits online das Gepäckstück zum Flug dazu zu buchen, da es am Flughafen beim Check-In oft teurer ist.
Wir haben für dich die Highlights der Ostküste Australiens herausgepickt und nehmen dich mit auf einer Tour vom Norden des Bundesstaates Queensland bin hinunter nach New South Wales.

Cairns und das Great Barrier Reef

Mit dem Boot zum Great Barrier Reef

Great Barrier Reef, Schnorcheln, Schildkröten, Australien
Schnorcheln mit Schildkröten am Great Barrier Reef

Cairns ist für viele Reisende Start oder Endstation ihrer Tour. Die 133.000-Einwohner-Stadt ist das Tor zum Great Barrier Reef und daher ein Muss für alle Besucher Australiens. Vom Hafen aus starten die Boote, die einen in rund ein bis zwei Stunden Fahrt an das Riff bringen. Es gibt verschiedene Arten, die bunte Artenvielfalt des größten Korallenriffs der Welt zu erleben. Man kann entweder mit Taucherbrille und Schnorchel schwerelos über das Riff gleiten oder mit einer Tauchausrüstung in die Tiefe tauchen. Für alle Wasserscheuen gibt es noch die Möglichkeit, mit einem Glasbodenboot über das Riff hinweg zu fahren und durch den gläsernen Boden das UNESCO Weltnaturerbe zu bestaunen. Egal, für welche Variante man sich entscheidet, das Great Barrier Reef wird sicherlich niemanden unbeeindruckt zurückkehren lassen. Zu faszinierend ist die Tier- und Pflanzenwelt, zu bunt sind die verschiedenen Fische und zu majestätisch die Schildkröten, die bis auf wenige Zentimeter an die Taucher und Schorchler herankommen. Das Große Barriereriff, wie es im Deutschen oft ein wenig umständlich genannt wird, ist tatsächlich ein Naturwunder. Wer sich für einen Tagestrip zum Riff entscheidet, dem sei die Ocean Freedom empfohlen. Die Ausfahrten mit dem Schnellboot starten in der Regel gegen 8 Uhr am Morgen und kosten 205 Euro pro Person (Essen an Bord sowie eine sehr gute Betreuung ist inklusive). Nach nur einer guten Stunde Fahrt mit einem Katamaran erreicht man das Outer Riff. Hier ist die Artenvielfalt größer als an anderen Regionen des Riffs und man hat die Chance, mehr der bunten Fischen und Korallen zu sehen. Der Katamaran macht Halt an zwei verschiedenen Spots, an denen man schnorcheln (oder tauchen) und das bunte Treiben unter Wasser beobachten kann. Zudem haben alle Wasserscheuen die Möglichkeit, in ein Glasbodenboot umzusteigen und so die Unterwasserwelt zu erkunden. Rückkehr in den Hafen von Cairns ist gegen 16 Uhr am Nachmittag. Alle, die mehr Zeit mitgebracht haben, können mit Sightseeingtours Australia einen zweitägigen Ausflug mit Übernachtung auf dem Boot buchen. Die Tour führt dich nach ebenso an das Outer Reef und insgesamt gibt es fünf Schnorchel- oder Tauchstopps an den verschiedenen Locations.

Cairns - Mehr als nur das Tor zum Riff

Cairns, Lagune, Freibad, Esplanade, Australien
Die künstliche Lagune von Cairns

Doch auch neben den Ausflügen zum Great Barrier Reef hat Cairns einiges zu bieten. Zentraler Treffpunkt und heimliches Zentrum ist die künstliche Lagune direkt am Meer, die ehrlicherweise eher ein Freibad ist und wenig an eine Lagune erinnert. Der Eintritt ist kostenlos und da man im Meer vor Cairns nicht schwimmen sollte (außer man steht auf die Bekanntschaft von Krokodilen) ist die Lagune mit ihren künstlichen Sandstränden eine willkommene Abwechslung. Ansonsten ist Cairns stark auf die Touristen ausgerichtet. Gerade viele Rucksackreisende und vermehrt Reisegruppen aus Asien trifft man hier.  Doch Cairns ist nicht nur das Tor zum Great Barrier Reef sondern auch Ausgangspunkt für Tagestouren in den Regenwald. Den Daintree National Park erreicht man über den Captain Cook Highway, der direkt an der Pazifikküste entlang verläuft. Der Daintree Rainforest ist einer der ältesten Regenwälder der Welt und bei einer Wanderung durch das faszinierende Ökosystem kann man die Urwaldriesen sowie die bunte Pflanzenwelt hautnah bestaunen. Von Cairns aus gibt es geführte Touren inklusive Transfer. Buchen kann man entweder im Voraus im Internet oder direkt in Cairns bei den zahlreichen Ausflugsbüros an der Uferpromenade (Esplanade) oder in der Parallelstraße (Abbott Street). Wer nach einem langen und anstrengenden Tagesausflug am Abend zurück nach Cairns kommt, der sollte unbedingt einen Abend im Salthouse direkt am Hafen von Cairns verbringen. In wunderbarer Atmosphäre gibt es hier leckere Steaks und frischen Fisch - der perfekte Tagesausklang nach einem anstrengenden Ausflug.

Townsville und Magnetic Island

Mit der Fähre nach Magnetic Island

Magnetic Island, Queensland, Horseshoe Bay, Strand, Australien
Die Horseshoe Bay auf Magnetic Island

Südlich von Cairns führt die Straße durch endlose Bananenplanatagen. Alle, die beim Anblick der süßen Früchte Lust bekommen, können an den kleinen Verkaufsständen für ein paar australische Dollar ihren Bananenbedarf decken. Vorbei an wunderbar einsamen Stränden (zum Beispiel Kurrimine Beach oder Mission Beach) führt die Route weiter nach Süden bis nach Magnetic Island. Die Insel verdankt ihren Namen Captain James Cook, der 1770 an der Insel vorbeisegelte, als plötzlich sein Kompass außer Kontrolle geriet und die Kompassnadel sich wie wild in alle Richtungen drehte. Captain Cook dachte, dass die Insel mit ihrem offensichtlich magnetischen Gestein dafür verantwortlich war und schon hatte die Insel ihren Namen. Magnetic Island kann ausschließlich mit einer Fähre (SeaLink) erreicht werden. Die Überfahrt startet am Fährhafen von Townsville, kostet 33 AUD und dauert nur rund 25 Minuten. In Nelly Bay, dem Hauptort der kleinen Insel angekommen, fühlt man sich gleich wie in einer anderen Welt. Es gibt hier kaum private PKWs und die meisten Bewohner und Besucher bewegen sich mit öffentlichen Bussen fort.

Aktivitäten auf Magnetic Island

Vom Hafen aus nimmt man am besten den Bus 250 und fährt zur Horseshoe Bay. Schon von Unterwegs kann man den atemberaubenden Blick auf die kleinen Strände und Buchten genießen. In Horseshoe Bay angekommen fällt der Blick zunächst auf den Palmenstrand mit seinem feinen Sand. Im Schatten der meterhohen Palmen kann man sich hier herrlich entspannen. Wird es einem zu warm hilft ein Sprung ins Meer. Für alle Wasserratten und Schwimmer ist hier extra ein Bereich mit einem Netz abgetrennt, damit unliebsame Meeresbewohner (wie zum Beispiel die gefürchteten Würfelquallen) den Badespaß nicht stören. Direkt an der Uferpromenade bietet sich im The Early Bird die Möglichkeit auf einen kleinen Snack oder einen frischen Saft. Alle, denen Entspannung am Strand zu langweilig ist, können von Horseshoe Bay aus auf eine Wanderung entlang der felsigen Küste unternehmen. Hierbei muss man allerdings gut zu Fuß sein, da die Wege oft unwegsam und steinig sind. Dafür wird man mit einsamen Buchten und spektakulären Ausblicken belohnt. Von Horseshoe Bay führt eine Wanderroute beispielsweise bis nach Radical Bay oder Arthur Bay, insgesamt sollte man mindestens zwei Stunden für den Ausflug einplanen. Unterwegs hat man die Möglichkeit, an einsamen Buchten und Stränden zu schwimmen oder zu schnorcheln. Noch actionreicher geht es nur beim Jetski- oder Kanufahren zu, wo man die Insel vom Wasser aus erkunden kann. Ein weiteres Highlight der kleinen Insel ist das Koala Sanctuary, ein kleiner Park, in dem man den süßen Bewohnern Australiens ziemlich nahe kommen kann. In Bungalow Bay hat man die Möglichkeit, eine zweistündige Koala Village Tour zu unternehmen, bei der man nicht nur Koalas sondern auch andere einheimische Tiere wie Reptilien, Vögel und Wombats kennenlernt. Der Eintritt kostet 30 AUD pro Personen und die Touren starten immer um 10, 12 und 13:30 Uhr. 

Airlie Beach und Whitsunday Islands

Airlie Beach - Das Tor zu den Whitsundays

Whiteheaven Beach, Whitsunday Islands, Australien,
Whiteheaven Beach - der wohl schönste Strand der Welt

Die Ortschaft Airlie Beach ist Ausgangspunkt aller, die einen Tour zu den wohl schönsten Stränden unseres Planeten planen. Der kleine, lebhafte Ort mit seinen nicht einmal 3.000 Einwohnern ist auf seine Besucher bestens vorbereitet. Viele Unterkünfte für die reisenden Backpacker aber auch gehobenere Hotels und Apartments findet man hier. Besonders zu empfehlen ist das Martinique Whitsunday, ein Apartment-Hotel mit einem spektakulären Infinity Pool, von wo aus man den kompletten Ort und die Küste überblicken kann. Am Abend hat man auf der Main Street, der Hauptstraße von Airlie Beach, die Qual der Wahl. Dutzende Restaurants, von einfacher australischer Hausmannskost bis hin zum edlen Italiener, findet man hier. Durch die zahlreichen und vor allem jungen Touristen ist auch nach dem Essen noch etwas in den Bars der Stadt geboten. Wer es etwas ruhiger und günstiger mag, der holt sich einfach eine Pizza bei Wholefoods, einem großen Supermarkt in Strandnähe, und genießt sie am nachts einsamen Strand, nur begleitet vom Rauschen des Meeres und dem Glanz der Sterne. Doch Airlie Beach ist für die meisten nur Durchgangsstation, um von dort aus per Boot zu den Whitsunday Islands zu starten. 

Mit dem Boot zum schönsten Strand der Welt

Für eine Tagestour empfiehlt sich die Fahrt mit der Southern Cross (179 AUD pro Person). Das Segelboot (natürlich gibt es zur Sicherheit noch einen Motor, falls der Wind einmal nicht wohlgesonnen ist) beherbergt maximal zwölf Passagiere und startet gegen 8 Uhr in Richtung Whitsunday Islands. Die Stimmung ist von Beginn an ausgelassen, was jedoch kein Wunder ist, liegt einer der schönsten Orte der Welt nur wenige Kilometer von einem entfernt. Um die Spannung zu steigern hält man vorher noch an einem Spot, an dem man Schnorcheln kann. Das Great Barrier Reef wartet auch hier mit seiner beeindruckenden Tier und Pflanzenwelt und der Anblick der bunten Unterwasserwelt ist hier mindestens genauso vielfältig und interessant wie weiter nördlich an der Küste vor Cairns. Nach einer Stärkung an Bord geht es weiter zum Whiteheaven Beach. Zu Fuß über einen kleinen, dicht bewachsenen Hügel erreicht man nach wenigen Minuten die erste Aussichtsplattform, von der man den wohl schönsten Strand der Welt das erste Mal erblickt. Der Whiteheaven Beach zieht einen von der ersten Sekunde in seinen Bann. Der blütenweise Sand wirkt wie feiner Puderzucker, das Meer schimmert in seinen schönsten Farbtönen und dort wo Wasser und Sand aufeinander treffen ergeben sich die wunderbarsten Blautöne. Der Sand ist so fein, dass man sich mit ihm sogar die Zähne putzen kann. In den kleinen Lagunen und den flachen Stellen tummeln sich kleine Zitronenhaie, die im Schutz des seichten Wassers ungestört heranwachsen können. Der Whiteheaven Beach ist definitiv einer der schönsten Orte unserer Erde und fast schon surreal schön. Mehr als zwei Stunden hat man hier Zeit, um Fotos zu schießen und die atemberaubende Schönheit zu genießen, ehe einem das Segelboot wieder zurück nach Airlie Beach bringt. Beim Baden sollte man jedoch zwischen Oktober und Mai vorsichtig sein und nur mit einem entsprechenden Schutzanzug ins Wasser. Grund hierfür ist eine der giftigsten Quallenarten der Welt, die sogenannte Seewespe, die zur dieser Jahreszeit vermehrt in den Gewässern der Whitsunday Islands vorkommt.

Hervey Bay und Fraser Island

Die größte Sandinsel der Welt

Lake McKenzie Fraser Island, Queensland, Australien
Der Lake McKenzie auf Fraser Island

Rund 900 Kilometer (neun Autostunden) südlich der Whitsunday Islands liegt Hervey Bay. Der Ort an sich ist relativ unspektakulär, man findet nur schwer etwas vernünftiges zu Essen und die einzige Sehenswürdigkeit (wenn man es so nennen kann) ist der Urangan Pier, der 850 Meter in den Pazifik hinein ragt. Doch Hervey Bay ist das Tor zu Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Mehr als 120 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 26 Kilometer breit lässt sich Fraser Island entweder auf eigene Faust mit dem Jeep, zum Beispiel mit Aussie Trax (Miete 522 AUD pro Tag inklusive Genehmigung für zwei Personen), oder mit einer geführten Tour erkunden. Fährt man selbst im gemieteten Jeep über die Insel sollte man vorsichtig sein. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit oft fatalem Ausgang, weil Fahrer weder Erfahrungen mit einem Geländewagen noch mit dem sandigen Untergrund der Insel haben oder sich schlichtweg überschätzen. Günstiger und auch sicherer ist ein Ausflug mit Fraser Explorer Tours. Man wird direkt in Hervey Bay abgeholt und die Kosten belaufen sich auf 205 AUD pro Person in der Hauptsaison. Nachdem man mit der Fähre auf die Insel übergesetzt hat steigt man in eine Mischung aus Bus und Geländefahrzeug. Das Vehikel mit seinen überdimensional großen Reifen fährt einen durch die Wälder der Insel. Eines der Highlights von Fraser Island ist der Lake McKenzie, ein Süßwassersee mitten auf der Insel. Das Wasser (ausschließlich Regenwasser) ist so rein, dass gerade einmal eine einzige Fischart hier überleben kann. Speziell für alle, die beim Baden im offenen Meer aufgrund des Meeresgetiers bedenken haben, der perfekte Ort für ein ausgiebiges Bad. Weiter geht es zum Eli Creek. Der kleine Bach, der sich am Ende seinen Weg quer über den Stand ins offene Meer bahnt, kann entweder mit einem großen Schwimmring oder auch ohne Hilfsmittel bezwungen werden. Ein befestigter Weg führt rund 100 Meter bachaufwärts, von wo aus man sich in das zugegebenermaßen recht kalte Wasser stürzt und bis zur Mündung nach unten paddelt. Für alle, die Fraser Island gerne aus der Luft erleben wollen, stehen kleine Flugzeuge direkt am Strand bereit. Es gibt nur zwei Orte auf der Welt, an denen Flugzeuge planmäßig am Strand starten und landen dürfen – einer davon ist Fraser Island. Der Flug (kann vor Ort spontan gebucht werden) dauert rund 20 Minuten und kostet 70 AUD. Doch nicht nur aus der Luft sondern auch am Boden gibt es einiges zu entdecken. Fraser Island ist berühmt für seine große Dingo-Population. Mehr als 300 der berühmten australischen Wildhunde leben noch auf der Insel und mit etwas Glück bekommt man einen von ihnen zu Gesicht.

Noosa und die Sunshine Coast

Entspannen und Träumen in Noosa

Noosa, Little Cove Strand, Australien
Little Cove in Noosa

Noosa ist vielleicht der malerischste Ort an der gesamten Ostküste Australiens. Die kleine Küstenstadt mit ihren gerade einmal 4.000 Einwohnern ist das Urlaubsidyll schlechthin. Über gepflegte Straßen, die von Lichterketten überspannt sind, vorbei an edlen Restaurants und Boutiquen geht es direkt an den Strand. Noosa hat nichts mit anderen Küstenorten wie zum Beispiel Airlie Beach gemeinsam. Hier gibt es weniger Backpacker, kaum Hostels und die ganze Stadt wirkt edler und exklusiver als die typischen Touristenorte an der Küste. Auch das Publikum ist etwas älter und anstatt jungen Work-and-Travel Gruppen trifft man hier eher auf Familien und Einheimische. Noosa hat seinen ganz eigenen Flair und wer einmal den Sonnenaufgang am Strand erlebt hat wird dem Charme des Ortes schnell verfallen. Entlang der Küste führt ein Wanderweg bis zum Hell's Gate. Unterwegs kommt man an der Little Cove Bucht vorbei. Über eine Treppe erreicht man den kleinen Strand und spätestens hier wird der Urlsubstraum Realität. Der feine Strand, die üppige Vegetation und das traumhafte Wasser laden zum Sonnenbaden und Schwimmen ein. Etwas weiter den Küstenwanderweg entlang wird die Küste rauer und schroffer, große Felsen und Steine säumen das Meer. Dennoch wagen sich hier immer wieder Surfer ins Wasser, um die respektablen Wellen zu bezwingen. Als Zuschauer stockt einem schon einmal der Atem wenn man die tollkühnen Jungs und Mädels auf ihren Brettern zwischen den Felsen umher rasen sieht. Immer am ersten Märzwochenende findet in Noosa der alljährliche Surfwettbewerb, das Noosa Festival of Surfing, statt. Mehrere Hundert Teilnehmer messen sich in verschiedenen Disziplinen, wie beispielsweise auf den Longboards oder auch im Stand Up Paddeling, und als Zuschauer gibt es viel zu bestaunen. Wer am Abend Lust auf ein leckeres Essen hat, der ist im Season Restaurant genau richtig. Direkt am Strand mit Blick auf das Wasser und untermalt vom Meeresrauschen findet man hier den perfekten Ausklang eines perfekten Tags in einem scheinbar perfekten Ort.

Surfers Paradise

Der Q1 Tower - Australien von oben

Surfers Paradise, Goldcoast, Queensland, Australien
Endlose Strände von Surfers Paradise

Rund 70 Kilometer südlich von Brisbane liegt Surfers Paradise. Seinen Namen verdankt die Stadt findigen Stadtmarketing Mitarbeitern, die in den 1940er Jahren mehr Besucher an die Goldcoast locken wollten und der Meinung waren, dass sich Surfers Paradise einfach besser anhört als Elston (so hieß der Ort nämlich früher). Surfers, wie man hier kurz sagt, sieht ein wenig aus wie Manhattan am Strand. Mit dem Q1 Tower steht hier nicht nur das höchste Gebäude Australiens sondern der gesamten südlichen Hemisphäre. 323 Meter ragt der Turm über die kilometerlangen Strände empor und ist längst Wahrzeichen und Attraktion der ganzen Goldcoast. Für 14 AUD kann man mit dem Highspeed Fahrstuhl in nur 42,7 Sekunden bis auf die Aussichtsplattform in 230 Metern Höhe fahren. Dort hat man eine grandiose Aussicht auf die endlosen Strände und die vielen Kanäle, die das Hinterland durchziehen und einen Hauch von Venedig verbreiten. Gerade in der Dämmerung, wenn die Sonne sich langsam über dem Horizont verabschiedet, ein grandioser Anblick.

Surfers Paradise bei Nacht

Wer tagsüber Kraft an den breiten Sandstränden tankt hat am Abend genug Energie zum Feiern. Surfers Paradise hat eine Nachtclubdichte wie sonst nur die Metropolen Australiens. Mehr als ein Dutzend Clubs drängeln sich zwischen dem Strand und den dahinterliegenden Kanälen und stehen den Nachtschwärmern zur Auswahl. Alle, die ihr Glück im Casino suchen sind im The Star Gold Coast Casino genau richtig. Der riesige Gebäudekomplex muss sich vor den Casinos in Las Vegas nicht verstecken. Der Dresscode ist leger, einzig Flip Flops werden nicht gerne gesehen.

Die Tierwelt Australiens

Currumbin Wildlife Park, Goldcoast, Australien
Koalas im Currumbin Wildlife Park

Surfers Paradise bietet für jedes etwas. Tolle Stände, unzählige Bars und Restaurants sowie ein buntes Nachtleben. Achja, die Surfer, die dem Ortsteil einst ihren Namen verliehen, sind natürlich heutzutage auch noch zu finden. Nur wenige Autominuten südlich von Surfers Paradise hat man im Currumbin Wildlife Sanctuary die Möglichkeit, die Tierwelt Australiens hautnah kennen zu lernen. Hier trifft man verschiedene Känguruarten, die man sogar von Hand füttern kann. Zudem hat man die Möglichkeit, die trägen aber knuddeligen Koalas zu beobachten oder eines der flauschigen Tiere sogar auf den Arm zu nehmen. Auch andere Bewohner Australiens wie DIngos, Wombats, Krokodile oder einheimische Vögel kann man im Wildpark von Currumbin bestaunen. Das Tagesticket kostet knapp 50 AUD und der Park hat täglich ab 8 Uhr geöffnet.

Byron Bay

Hippies und Aussicht

Cape Byron Lighthouse, Leuchtturm, New South Wales, Australien
Das Byron Light House

Rund eine Autostunde weiter im Süden liegt Byron Bay. Der kleine Küstenort (zirka 5.000 Einwohner) wurde in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Synonym der Hippiebewegung. Bis heute hat sich der alternativ Geist bewahrt und man trifft hier auf eine Mischung aus in die Jahre gekommenen Hippies, Aussteigen, Surfern und Backpacker. Die Stimmung ist locker und etwas alternativ, Kaffehausketten oder die üblichen Fast Food Läden sucht man hier vergebens. Alles ist ein wenig individueller und bunter als anderswo in Australien. Neben dem tollen Strand und den kleinen Cafés lohnt sich in jedem Fall ein Ausflug nach Cape Byron mit seinem historischen Leuchtturm. Ein Wanderweg führt vom Strand bis hoch hinaus auf das Kapp. Der Aufstieg dauert rund zwei Stunden. Alle, die es bequemer mögen, haben die Möglichkeit, mit dem Auto bis auf einen Parkplatz kurz unterhalb des Leuchtturms zu fahren und die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Oben angekommen bietet sich ein spektakuläres Bild. Die steil abfallenden Klippen sowie die tolle Aussicht entschädigen für den anstrengenden Aufstieg.

Australiens Ostküste - Vielfalt pur

Die Ostküste Australiens ist völlig zu recht der beliebteste Teil des roten Kontinents. Vom tropischen Regenwald im Norden über die Strände der Goldcoast bis hin zur Weltstadt Sydney bietet Australiens Ostküste eine einzigartige Abwechslung zwischen Natur und Städte. Gerade als Reisender sollte man jedoch nie die Entfernungen unterschätzen. So sind es beispielsweise von Port Douglas im Norden bis hinunter nach Sydney mehr als 2.600 Kilometer. Für Reisende mit weniger Zeit empfiehlt es sich, gewisse Abschnitte mit dem Flugzeug abzukürzen und sich auf die Highlights zu konzentrieren. Wer mehr Zeit hat kann die komplette Küste mit dem Mietwagen oder mit einem Camper abfahren und die einzigartige Natur und die pulsierenden Städte genießen.

Alle Stationen aus diesem Artikel

DIE WICHTIGSTEN LINKS:

Fotogalerie - Ostküste Australien

Momondo - Flüge nach Australien

Trivago - Hotels in Australien

Ocean Freedom - Touren zum Great Barrier Reef

Sea Link - Fähre nach Magnetic Island

Southern Cross - Segeltour zum Whiteheaven Beach

Fraser Explorer Tours - Ausflüge nach Fraser Island

Q1 Tower - Höchstes Gebäude Australiens

Currumbin Wildlife Sanctuary - Wildpark an der Goldcoast


Ähnliche Artikel