Nikko - Eine Reise in die Vergangenheit

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Tempel in Nikko

Von Johannes Baumgart

 

Wer dem Trubel und der Hektik Tokios entfliehen will, der sollte einen Tag in Nikko verbringen. Ein UNESCO Weltkulturerbe erwartet dich inmitten der bergigen Landschaft Zentraljapans.
Vom Bahnhof Asakusa aus ist die Tobu-Linie das einfachste Verkehrsmittel, die Japans Hauptstadt mit dem Bahnhof von Nikko verbindet.

Mit dem Zug nach Nikko

Die Fahrt dauert ca. zwei Stunden und kostet umgerechnet 15 Euro. Für einen Aufpreis kann man auch einen Schnellzug nehmen, die Zeitersparnis hier sind ungefähr 20 Minuten.

 

Nachdem der Zug ein endlos wirkendes Häusermeer durchquert hat sieht man nach ungefähr einer Stunde Fahrzeit zum ersten Mal so etwas wie Natur. Nach einer weiteren Stunde kommt man in Nikko an, einer Kleinstadt mit rund 25.000 Einwohner. Vom Bahnhof Nikko kann man entweder zu Fuß oder auch mit einem der Busse die rund 2 km lange Strecke bishin zu den Tempelanlagen zurücklegen. 

Die Tempelanlagen von Nikko

TOP-FACTS NIKKO

  • Kontinent: Asien
  • Land: Japan
  • Währung: Yen
  • Einwohnerzahl:  85.000
  • Fläche: 1.450 Quadratkilometer
  • Zeitverschiebung: + 7 Stunden


Nichts hören, nichts sagen, nichts sehen, drei Affen, Nikko, UNESCO, Weltkulturerbe
Nichts hören, nichts sagen, nichts sehen

Dort angekommen erwartet dich inmitten von dichten Wäldern die Tempel und Schreine, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden und jedes Jahr Reisende aus der ganzen Welt anziehen. Der Eintritt in die Anlage kostet 1300 Yen, also umgerechnet rund 10 Euro. Man sollte allerdings gut zu Fuß sein, da einige der Tempel nur über längere Treppen erreichbar sind und es ein bisschen Kondition erfordert, alle Tempel und Schreine abzulaufen. An einem der Gebäude entdeckt man ein bekanntes Bild, nämlich das der drei Affen, die nichts böses hören, nichts sagen und nichts sehen. Besonders schön ist ein Ausflug nach Nikko im Herbst (Oktober und November), da sich in dieser Jahreszeit das Laub der Bäume rötlich färbt und eine einzigartige Kulisse für die Tempelanlage bildet.
Doch Nikko hat noch mehr zu bieten als Tempelanlagen und Schreine. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof kommt man an vielen kleinen Läden vorbei, in dem handgemachtes Souvenirs und lokale Produkte angeboten werden. Auch passiert man viele kleine Restuarants, in denen man gut und günstig essen kann, was man man nicht unbedingt von einem recht Touristischen Ort wie Nikko erwartet.

Onsen - die heißen Quellen

Shinkyo Brücke, Nikko, berühmte Brücke, Japan
Shinkyo Brücke in Nikko

Nikko ist auch bekannt für seine heißen Quellen, die Onsen. In der Umgebung der Stadt finden sich einige der Thermalquellen, die man sowohl als Tagestourist als auch mit Übernachtung in einem der angeschlossenen Hotels und Resorts besuchen kann. Eine gute Übersicht über die Onsen in Nikko findest du auf der Website Nikko Kinugawa Travel Guide.

 

Auch findet man in der Umgebung von Nikko wilde Flüße und Wasserfälle. Wenn man noch Zeit hat kann man bequem per Bus die Umgebung der Stadt und die Natur in den Bergen rund um Nikko erkunden. Am Bahnhof Nikko starten regelmäßig Busse, die eine Rundtour anbieten und wieder zurück zum Ausgangspunkt fahren.

 

 

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